MoMA-Kurator Biesenbach geht nach Kalifornien

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Klaus Biesenbach
Klaus Biesenbach bleibt in den USA, wechselt aber von der Ost- an die Westküste. (Foto: Sebastian Kahnert / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Klaus Biesenbach, deutscher Chef-Kurator des Museum of Modern Art (MoMA) in New York, wird neuer Direktor des Museum of Contemporary Art (MOCA) in Los Angeles.

Der Mitgründer der Berliner Biennale sei „einer der sachkundigsten, weitreichendsten und innovativsten Museums-Führungskräfte für zeitgenössische Kunst“, teilte das MOCA mit. Wann der 52-Jährige, der in Köln aufwuchs, von der US-Ostküste nach Kalifornien wechselt, ist noch unklar.

Der MOCA-Vorstand hatte Biesenbach aus einer Liste aus 40 Kandidaten ausgewählt. Er war seit 2010 Chef-Kurator beim MoMA und ist dort auch Direktor des Ablegers PS1 im Stadtteil Queens. Er kuratierte die gefeierte Retrospektive der Performancekünstlerin Marina Abramović sowie Schauen über die isländische Musikerin Björk und die deutsche Band Kraftwerk.

Biesenbach werde vermutlich gut nach Los Angeles passen, schrieb die Website „ArtNet“. Zu seinen Freunden zählen die Popstars Lady Gaga und Madonna sowie der Schauspieler James Franco. „Ich bin sehr aufgeregt“, sagte Biesenbach laut „Los Angeles Times“, und zeigte sich „sehr geehrt“ und „dankbar“.

Das 1979 gegründete MOCA zählt zu den wichtigsten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst an der Westküste der USA. Während der Finanzkrise von 2008 musste es fast schließen, wurde dann aber vom Unternehmer Eli Broad gerettet. Das Haus ist gelegentlich dafür kritisiert worden, sich zu sehr auf weiße, männliche und im Kunstmarkt beliebte Künstler zu konzentrieren. Es verfügt über eine Sammlung von mehr als 7000 Objekten.

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