Microsoft veröffentlicht Internet Explorer 8

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Deutsche Presse-Agentur

Microsoft hat am Donnerstag wie erwartet seinen neuen Browser Internet Exlorer 8 mit zahlreichen neuen Funktionen in der endgültigen Fassung veröffentlicht. Bis zum Abend soll der Browser in Deutsch und 24 weiteren Sprachen zum Download im Internet zur Verfügung stehen.

Der IE8 soll der derzeit schnellste Browser auf dem Markt sein. Erst vor zwei Tagen hatte Microsoft Ergebnisse eines Vergleichstests veröffentlicht, nach dem der IE8 in Sachen Schnelligkeit gegenüber der Konkurrenz in Führung liegt. Einen weiteren Schwerpunkt legten die Entwickler zudem darauf, dass der Browser das Surfen im Internet mit zahlreichen Funktionen sicherer macht.

Derzeit sei der IE8 der schnellste Browser auf dem Markt, sagte Achim Berg, Geschäftsführer der Microsoft Deutschland GmbH, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Am vergangenen Dienstag hatte Microsoft das Ergebnis eines aufwendigen, selbst durchgeführten und dokumentierten Tests veröffentlicht. Dabei wurde unter anderem verglichen, wie sich verschiedene Browser beim Laden von populären Webseiten verhalten. Für die Wiedergabe der von der Marktforschung ComScore ermittelten 25 beliebtesten Websites hat der IE8 und Googles Browser Chrome danach im Schnitt je 3,53 Sekunden gebraucht gegenüber dem Firefox, der 3,82 Sekunden benötigte. Bei der summierten Ladezeit lag der IE8 knapp vor Googles Chrome.

Mit neuen Funktionen soll Microsofts neuer Browser die Navigation durchs Netz deutlich verbessern. Im Vergleich zum Wettbewerb benötige ein Anwender mit dem IE8 rund 10 bis 15 Prozent weniger Schritte, um auf ein bestimmtes Ergebnis zu kommen, sagte Berg. So gibt der Browser bereits bei der Adress-Eingabe Vorschläge vor, die er zum Beispiel über zuvor besuchte Seiten, den Verlauf oder über die Favoriten ermittelt. Über sogenannte WebSlices lassen sich regelmäßig beobachtete Seiten etwa von eBay, Facebook oder dem Netzwerk Xing stets beobachten, ohne die Seiten erst aufrufen oder aktualisieren zu müssen.

In Sachen Sicherheit bietet der neue Browser neben zahlreichen Filtern und einem besseren Schutz vor Phishing-Seiten auch erstmals eine Funktion, die Microsoft „InPrivate“ nennt. Damit hinterlässt der Nutzer beim Surfen durchs Netz keine Spuren. „Eine solche Funktion habe ich bislang noch nicht gesehen“, sagte Berg. Vor allem auf öffentlichen Rechnern etwa in Internet-Cafés oder auch auf PCs, die in Familien von mehreren benutzt werden, könnten die Nutzer damit ihre persönlichen Daten schützen.

Im Markt für Internet-Browser seien heute drei Aspekte für den Erfolg entscheidend, sagte Berg. Neben der Geschwindigkeit sei es wesentlich, wie die Software mit privaten Daten umgehe. „Die deutschen Nutzer sind zum Beispiel extrem sensibel, was den Datenschutz angeht.“ Als dritten Erfolgsfaktor nannte Berg die Möglichkeit der Verwaltung in Firmen (Manageability). „Die Hälfte der PCs steht schließlich in Unternehmen.“ Eine Stärke des neuen Internet Explorer sei es, dass er sich im Einsatz im Unternehmens-Umfeld auch zentral verwalten lasse.

Im hart umkämpften Markt für Internet-Browser hatte Microsoft zuletzt weiter an Marktanteilen verloren. Im vergangenen Dezember betrug der Anteil noch 68 Prozent im Vergleich zu 76 Prozent ein Jahr zuvor. Vor allem an den Firefox der gemeinnützigen Stiftung Mozilla hatte Microsoft Anteile verloren, inzwischen macht auch der Suchmaschinen-Spezialist Google mit einem eigenen Browser Chrome dem Softwarekonzern Konkurrenz.

www.microsoft.com/ie8

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