Microsoft-Deutschland-Chef warnt vor Kaputtsparen

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Deutsche Presse-Agentur

Der Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, Achim Berg, hat angesichts sinkender Ausstellerzahlen auf der Computermesse CeBIT die Branche vor einem Herunterfahren der Investitionen gewarnt.

„Man kann sich auch kaputtsparen“, sagte Berg am Freitag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Sein Unternehmen werde mit einem größeren Stand als im Vorjahr auf dem Messegelände in Hannover vertreten sein. Gerade in Krisenzeiten komme der Informationstechnologie eine wachsende Bedeutung zu. „Nur wer vor Ort ist, kann das zeigen. Die CeBIT ist die einzige Messe, auf der wir unser gesamtes Produktportfolio präsentieren können.“

Berg räumte ein, dass die Rahmenbedingungen für die weltgrößte Computermesse äußerst negativ seien. „Das ist meine dritte CeBIT bei Microsoft und meine 20. CeBIT überhaupt. So ein schwieriges Umfeld habe ich noch nie erlebt.“ Angesichts des Konjunkturpaktes II biete aber die Messe eine einzigartige Chance, die Möglichkeiten für eine Modernisierung der Verwaltung aufzuzeigen. „Ich hoffe, das Geld wird nicht nur in Autobahnen und Turnhallen investiert.“ So könnten digitale Klassenzimmer in den Schulen eingerichtet oder alte Computer durch klimafreundlichere und sicherere Rechner ersetzt werden.

Schwerpunkt des Microsoft-Auftritts auf der CeBIT sei zum einen das „Cloud Computing“, bei dem Anwendungen nicht lokal auf einem Rechner, sondern im Internet ablaufen. Sein Unternehmen werde auf der Messe konkrete Services und Preismodelle dafür vorstellen. Der zweite Schwerpunkt sei eine Palette von Produkten und Services, die besonders leicht und intuitiv zu bedienen sei. Dazu gehöre das neue Betriebssystem Windows 7, aber auch die Lösung eines Microsoft- Partner für eine 3D-Darstellung ohne zusätzliche Hilfsmittel wie spezielle Brillen für die Betrachter.

Die wirtschaftlich Abkühlung habe den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern in der IT-Industrie zwar gelindert, aber nicht beseitigt. „Wir haben etliche Partner, die immer noch händeringend nach geeigneten Fachkräften suchen.“

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