Meteorologin nennt März-Wetter „nicht unnormal“

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Deutsche Presse-Agentur

Auch wenn das Wetter Ende März mit Kälte und Schneeschauern nervt: Aus Sicht der Agrarmeteorologen ist es eigentlich eher normal.

„Wir waren halt unheimlich verwöhnt“, sagte die Leiterin der agrarmeteorologischen Außenstelle des Deutschen Wetterdienstes, Cornelia Perseke-Ockelmann, am Mittwoch im hessischen Geisenheim. In den vergangenen Jahren hatte sich der Frühling besonders früh eingestellt.

Das lässt sich an der Blüte der Forsythien zeigen: Nach dem Durchschnitt seit 1951 beginnt die Blüte für die leuchtend gelb blühenden Frühlingsboten um den 20. März herum - sogar in diesem Frühjahr waren die ersten Blüten vier Tage früher zu sehen. Im Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre setzte die Blüte dagegen schon am 8. März ein.

„Das Wetter ist eigentlich nicht so unnormal, es gefällt uns nur nicht“, betonte Perseke-Ockelmann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Den Pflanzen drohen bisher kaum Schäden. Sie reagieren auf die in dieser Jahreszeit durchaus üblichen Kälteeinbrüche mit einem Stopp ihres Wachstums. Die Obstblüte habe noch längst nicht eingesetzt. Die Kirschen dürften frühestens nach Ostern erste Blüten zeigen. Die Haselnuss ist laut Perseke-Ockelmann bereits verblüht; derzeit seien die gelben Blüten der Kornelkirsche zu sehen. Diese und andere Blüten sähen allerdings traurig aus, nachdem es darauf geschneit habe.

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