Mercedes poliert die V-Klasse auf

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 Die frisch gezeichnete Front lässt die V-Klasse breiter wirken.
Die frisch gezeichnete Front lässt die V-Klasse breiter wirken. (Foto: Daimler)
Thomas Geiger

Neue Motoren, mehr Komfort und Sicherheit sollen die Vans der Mercedes V-Klasse noch erfolgreicher machen.

Die erste Generation ist nur ein mäßiger Erfolg gewesen. Doch nachdem Mercedes die V-Klasse wieder näher an die Pkw-Welt gerückt hat, verkauft sich das Space Shuttle mit Stern prächtig: Seit dem Generationswechsel vor vier Jahren haben die Stuttgarter immerhin 209 000 Exemplare auf die Straße gebracht, damit nicht nur in Europa, sondern auch in Asien reüssiert und jetzt sogar in Indien einen Anfang gemacht. Zwar steht ein nachlassendes Interesse kaum zu befürchten. Schließlich war das letzte Jahr mit allein 64 000 Zulassungen das bislang beste. Doch damit der Kurs für den Raumfahrer weiter nach oben weist, wird er jetzt zum ersten Mal kräftig überarbeitet. Auf dem Genfer Salon (ab 7. März) und kurz darauf bei den Händlern sieht man die V-Klasse deshalb zu Preisen ab 36 990 Euro mit frisch gezeichneter Front mit größerer Breitenwirkung, mit einem aufgemöbelten Interieur, neuen Assistenzsystemen und vor allem neuen Motoren.

So hält nun auch beim Van der modernste Mercedes-Diesel Einzug. Der zwei Liter große Vierzylinder, der nach Herstellerangaben fit gemacht wurde für die schärfsten Abgasnormen, wird zunächst in zwei Leistungsstufen angeboten: Als V 250d leistet er 190 PS und geht mit 440 Newtonmetern zur Sache, und als V 300d kommt er auf 239 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern, das im Overboost kurzfristig sogar auf 530 Newtonmeter klettert. Genug, um den Brocken in 7,9 Sekunden auf Tempo 100 zu wuchten und eine Reisegeschwindigkeit von 220 km/h zu ermöglichen. Ebenfalls neu ist die Neungang-Automatik, die beim starken Diesel serienmäßig ist und die es für den kleinen als Option gibt. Der Allradantrieb ist für alle erhältlich.

Neben Antrieb und Aussehen hat Mercedes auch die Ausstattung überarbeitet und dabei Komfort und Sicherheit erhöht. So werden Brems- und Fernlichtassistent schlauer und die Sitze bequemer. Denn zum ersten Mal kann man für die zweite von drei Reihen in dem Van die Komfortsessel der S-Klasse bestellen – samt Massage- und Liegefunktion sowie Klimatisierung.

Eine Neuheit mit größerer Tragweite könnte sich hinzugesellen: In Genf zeigt Mercedes eine V-Klasse-Studie mit Elektroantrieb. Und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn daraus nicht binnen Jahresfrist der EQ V werden würde.

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