Menschliche Stammzellen kommunizieren mit Maushirn

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Bonner Forscher haben aus menschlichen embryonalen Stammzellen sogenannte Gehirnstammzellen hergestellt, die sich nahezu unbegrenzt im Labor vermehren lassen.

Das Team von Prof. Oliver Brüstle pflanzte daraus gewonnene Zellen zudem in Mäusehirne, wo sie mit anderen Zellen kommunizieren konnten. „Das ist der erste direkte Beweis, dass sich Nervenzellen aus menschlichen Stammzellen in die Schaltkreise eines Gehirns integrieren können“, erklärt der Erstautor der Studie, Philipp Koch. Unter den gewonnenen Nervenzellen seien auch solche, die bei der Parkinsonschen Erkrankung ausfallen, berichtete die Universität Bonn am Montag.

Die künstlich gewonnenen Zellen könnten unbegrenzt im Labor vermehrt werden und verschiedene Nervenzelltypen produzieren, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (online vorab). „Die Gehirnstammzellen funktionieren wie eine unerschöpfliche Quelle: Sie liefert über Monate und Jahre menschliche Nervenzellen“, erläuterte Brüstle.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen