Max Ophüls-Filmfestival gestartet

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Deutsche Presse-Agentur

Sieben Uraufführungen, ein neuer Wettbewerb und ein Hauch von Hollywood: Die 30. Auflage des Filmfestivals Max Ophüls Preis ist am Montagabend in Saarbrücken in die Jubiläumswoche gestartet.

Bis zum Samstag erwartet Kino- und Filmbegeisterte ein pralles Programm rund um den jungen deutschen Film. Nirgendwo anders ließen sich so viele Trends und Entwicklungen in der Filmlandschaft ablesen, wie zu Beginn des Jahres in Saarbrücken, sagte die künstlerische Leiterin Gabriella Bandel bei der Eröffnung. Zugleich biete der Wettbewerb seit 30 Jahren eine hohes Maß an Kontinuität. „Das ist der Schlüssel zu seinem großen Erfolg“, sagte Bandel. Das einwöchige Festival gilt unter Experten seit längerem als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm und ist mittlerweile auch ein beliebter Branchentreff.

Aus mehr als 130 Einreichungen wählten die Macher für die wichtigste Kategorie Langfilm 15 Werke aus, die in den kommenden Tagen um den mit 18 000 Euro dotierten Max Ophüls Preis konkurrieren. Acht Streifen stammen aus Deutschland, fünf aus Österreich und zwei aus der Schweiz. Insgesamt sieben Langfilme werden uraufgeführt, drei erleben ihre deutsche Erstaufführung. Grüße an das „Geburtstagskind“ überbrachten per Film unter anderem Filmemacher Volker Schlöndorff, Star-Kameramann Michael Ballhaus und Schauspielerin Anna Thalbach.

Zum 30. Geburtstag des renommierten Festivals richten die Organisatoren erstmals auch einen Wettbewerb nur für Dokumentarfilme aus. Die neue Sparte soll diesem speziellen Genre gerecht werden, das bislang mit Spielfilmen konkurrieren musste. Daneben gehen 15 Kurzfilme um einen Preis ins Rennen. Im Wettbewerb der mittellangen Filme werden elf Werke zu sehen sein, neun Dokumentarfilme starten in dem neuen Wettbewerb. In der Festival-Jury sitzen neben Schauspieler Ulrich Noethen die Journalistin Christiane Peitz, die Produzentin Gloria Burkert, die Filmagentin Uschi Keil und der Vorjahresgewinner des Max Ophüls Preises, Regisseur André Erkau. Insgesamt werden im Rahmen des Wettbewerbs zwölf Preise von verschiedenen Jurys vergeben. Die Preisverleihung findet am kommenden Samstag statt.

Neben weiteren Wettbewerben zeigt das Festival eine Ausstellung über seine Geschichte. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm. So sind in der Kinderfilmreihe vier Werke des Regisseurs und Produzenten Joseph Vilsmaier zu sehen. Zur Eröffnung im Saarbrücker Kino CineStar lief am Montagabend der Episodenfilm „Happy New Year“ des Schweizer Regisseurs Christoph Schaub. Schaub hatte 1988 für „Wendel“ den Max Ophüls Preis erhalten.

Die Stadt hatte das Festival 1980 gegründet und nach dem Saarbrücker Regisseur Max Ophüls (1902-1957) benannt. Der Wettbewerb war für Filmemacher wie Wolfgang Becker („Good Bye, Lenin“), Doris Dörrie („Männer“) und Schauspieler wie Til Schweiger ein Sprungbrett. Im vergangenen Jahr lockte das Festival rund 34 000 Besucher an.

www.max-ophuels-preis.de

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