Martin Stadtfeld in Frankfurt gefeiert

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Schwäbische Zeitung

Frankfurt/Main (dpa) ­ Szenen wie nach einem Popkonzert spielten sich am Donnerstagabend am Ende des Klassikkonzerts von Martin Stadtfeld in Frankfurt ab.

Rund 1650 Besucher feierten den 28-jährigen Pianisten in der ausverkauften Alten Oper für seine erste Live-Aufführung von Bachs Monumentalwerk „Das Wohltemperierte Klavier“. Der Bejubelte bedankte sich mit einer furiosen Darbietung von Prokofievs „Toccata“ als Zugabe.

Der Meisterpianist, der an der Frankfurter Hochschule für Musik bei Lev Natochenny ausgebildet wurde, interpretierte in der Reihe „Große Interpreten“ die 24 Präludien und Fugen von „Band I (BWV 846- 869)“ auswendig und hochkonzentriert. Er erfüllte das streng konstruierte, ebenso anspruchsvolle wie facettenreiche Werk mit Leben und ließ es hochmodern klingen. In dem 1722 entstanden Werk, das als „Faust“ der Klavierliteratur gilt und an das sich die meisten großen Pianisten erst in reiferen Jahren wagen, werden sämtliche Tonarten abgearbeitet.

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