März-Bilanz: Zu trüb und zu feucht

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Deutsche Presse-Agentur

Der März hat sich in diesem Jahr nicht in Frühlingslaune gezeigt. Laut einer ersten Bilanz des Wetterdienstes Meteomedia lagen zwar die Monatsmitteltemperaturen bis zu zwei Grad über dem langjährigen Durchschnitt, allerdings war es tagsüber nur selten sehr mild.

Dafür fielen die Niederschlagsmengen überdurchschnittlich aus. Mit 17,9 Grad war es in Nörvenich im Rheinland am 14. März am wärmsten gewesen. Dieser Maximalwert wurde nur am 28. März übertroffen, als im bayerischen Piding durch einen Föhnvorstoß das Thermometer kurzzeitig auf 19,7 Grad kletterte.

Der absolute Tiefstwert wurde laut Meteomedia am 22. März am Funtensee in den Berchtesgadener Alpen erreicht: Dort fiel das Thermometer auf -32,3 Grad. Die Wetterstation liegt in einem Talkessel auf 1600 Meter Seehöhe. Dort werden regelmäßig die tiefsten Temperaturen in Deutschland gemessen. Auf der Zugspitze wurden am 22. März -20,2 Grad gemessen.

Dass sich der März nicht von seiner Frühlingsseite zeigte, lag vor allem an der geringen Sonnenscheindauer. Das klimatologische Mittel sei nicht annähernd erreicht worden. Besonders trüb war es dabei in Bayern und Sachsen, die sonnigsten Orte waren mit 121 Stunden die Nordseeinsel Juist in Niedersachsen und Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz.

Am meisten geregnet und geschneit hat es im Bergland, dort fielen auf der Winklmoos-Alm 325 Liter pro Quadratmeter. Auf der Zugspitze erreichte die Schneehöhe mit 505 Zentimetern am 27. März einen Rekord. Tief „Herbert“ hat am 23. und am 24. März für stürmische Verhältnisse in Deutschland gesorgt. Dabei wurden die stärksten Böen mit 148 Stundenkilometern auf dem Wendelstein gemessen.

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