Lily Allen weiß sich zu behaupten

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Deutsche Presse-Agentur

Lily Allen gilt nicht nur als Stil-Ikone und Partygirl sondern trifft mit ihrem Album „It's Not Me, It's You“ den Nerv ihrer Generation: zugleich provokant, schamlos gegen das Establishment, aber auch sensibel und emotional im privaten Umfeld bewegend.

Ob sie über ihre lesbischen Fantasien spricht, ihre Meinung zu Drogen kundtut oder betrunken mit Elton John eine Gala moderiert - Lily Allen ist nicht selten ungewöhnlich freimütig und freizügig. Schon ihre Kindheit ist alles andere als konventionell. Als Tochter der Filmproduzentin Alison Owen und des Schauspielers Keith Allen wächst Lily zunächst in Hammersmith, London auf. Sie besucht 13 verschiedene Schulen (einige Male fliegt sie raus) und beginnt mit 15 eine Ausbildung als Floristin; immer mit der Hoffnung auf den großen Durchbruch im Musikgeschäft. Erste musikalische Versuche mit Folkssongs beim Label Warner verlaufen im Sande. Schließlich lässt sie die Öffentlichkeit mit ihren bei MySpace veröffentlichten Live-Auftritten in Notting Hill's Nachtclub Yo-Yo erstmals aufhorchen.

„Smile“ war Allens erste Eigenkomposition und bereits in seiner Urfassung emotional so ansteckend, dass die Produzenten Mark Ronson und Greg Kursten sie 2006 sofort nach New York zum weiteren Feinschliff einfliegen ließen. Es ist ein Song der mit seinem authentisch wirkenden Text über eine unglücklich beendete Liebesbeziehung unter die Haut geht und als Sommerhit auf Platz 1 der englischen Charts ihr den Weg zum weiteren Erfolg ebnen sollte. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Mehr als 2,5 Millionen Mal soll sich ihr Debütalbum „Alright, Still“ verkauft haben. In Amerika eroberte Allen zudem einen Platz unter den Top 20 der Charts und wurde sogar vier Mal für die Brit-Awards nominiert. Bei so viel Erfolg meldeten Kritiker bereits erste Bedenken, ob Lily Allen den Ansturm der Erwartungen standhalten würde.

Allen Pessimisten zum Trotz arbeitete Allen bereits im Herbst 2007 zusammen mit Songwriter und Produzent Kursten in stiller Abgeschiedenheit eines Mietshauses in den Cotswolds an ihrem neuen Album „It?s Not Me, It?s You“. Beide formten einen neuen, tieferen Sound mit tanzbaren Elementen, an dem Allen musikalisch weiter wachsen konnte.

Mit einem derart sozialen Background im Gepäck verwundert es nicht, dass sie das Leben in all seinen Facetten zu beschreiben versucht. So handelt der Song „Who?d Have Known“ davon, wie lustig aber auch zerbrechlich eine romantische Liebesbeziehung sein kann. Der Song „Fuck You“ handelt davon, wie aktuell das Thema Rassismus in der heutigen Zeit ist und spielt mit charmanten Pop-Melodien und Synthesizer-Klängen. Mit „The Fear“ geht Allen wiederum in gewohnt tanzbarer Manier auf die Schattenseiten des Starseins ein. Ein gelungener Mix, der sich hören lässt.

www.lilyallen.de

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