Leipziger Buchmesse will von Krise nichts wissen

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Die Leipziger Buchmesse will von der Finanzmarktkrise noch nichts wissen - mit 2100 Ausstellern aus 38 Ländern und 1500 Autoren zeigt sich der Buchmarkt auf der diesjährigen Bücherschau (12. bis 15. März) stabil.

Trotz eines verschlechterten wirtschaftlichen Umfeldes habe sich die Buchmesse am Markt behauptet, betonte mit großem Optimismus Buchmesse-Direktor Oliver Zille am Donnerstag in Berlin zwei Wochen vor dem Start. Die Verlage hätten ihm einen „noch relativ stabilen Geschäftsverlauf“ gemeldet, auch wenn niemand wissen könne, was in diesem Jahr passiert. Zudem sei der Verlagsstandort Leipzig mit mehr als 60 Verlagen nach wie vor gut aufgestellt.

Aus dem Belletristik- und Sachbuch-Bereich kommen alle großen sowie zahlreiche kleine Verlage zur Frühjahrs-Buchmesse und erweitern sogar ihre Flächen. Allerdings ist die Gesamtzahl der Aussteller etwas rückläufig, im vergangenen Jahr waren es noch 2300 mit 129 000 Besuchern. Das Zutrauen der Verlage in die Leipziger Buchmesse sei sehr groß. Alle wichtigen Neuerscheinungen sowie alle Trends der Kinder- und Jugendbücher würden in Leipzig vorgestellt. Der Zustrom junger Autoren zur Buchmesse sei ungebrochen. Auch das E-Book und das Hörbuch spielen in Leipzig eine große Rolle.

Erwartet werden - auch beim traditionellen Mammutprogramm „Leipzig liest“ mit 1900 Veranstaltungen - Autoren wie Günter Grass, Daniel Kehlmann, T.C. Boyle, György Konrad, Wolf Biermann, Benjamin Lebert und Juli Zeh oder Sänger wie Herbert Grönemeyer und Konstantin Wecker, Schauspielerin Jutta Hoffmann und auch Politiker wie Altbundespräsident Roman Herzog, SPD-Chef Franz Müntefering oder Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD).

Einen Schwerpunkt der Buchmesse bilden in diesem Jahr die Jubiläen „60 Jahre Bundesrepublik“ und „20 Jahre friedliche Revolution in Leipzig“, zum Beispiel mit einer „Langen Ossi-Wessi-Nacht“. Im traditionellen „Berliner Zimmer“ stellt Wolf Biermann eine Auswahl seiner Berlin-Gedichte vor („Berlin du deutsche deutsche Frau“, Hoffmann und Campe), der Autor und Kabarettist Peter Ensikat präsentiert „Populäre DDR-Irrtümer“ (be.bra Verlag). Der langjährige Pfarrer der Leipziger Nikolai-Kirche Christian Führer liest aus dem Band „Wir sind dabei gewesen“ (Ullstein) und berichtet mit einem sehr persönlichen Blick über die historischen Ereignisse im Oktober 1989 in Leipzig und sein Leben.

www.leipziger-buchmesse.de

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen