Kunst-Nachlass von Kardinal Meisner findet viele Liebhaber

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Versteigerung Nachlass Kardinal Meisner
Ein Prager Jesulein mit zwei weiteren Gewändern zum Wechseln (wohl Tschechien 20. Jahrhundert). (Foto: Rolf Vennenbernd / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der zweite Teil des Kunst-Nachlasses von Kardinal Joachim Meisner ist am Donnerstag in Köln versteigert worden. Die meisten der Objekte seien auf unerwartet großes Interesse gestoßen, sagte Henrik Hanstein, Geschäftsführer des Auktionshauses Lempertz, am Mittag. „Fast alles ging bisher über unserem Schätzpreis weg.“

Wegen der großen Nachfrage habe er die Auktion bis in den Nachmittag verlängern müssen. Etwa die Hälfte der Interessenten seien Online-Bieter aus der ganzen Welt, berichtete Hanstein.

Angeboten wurden 575 Objekte, die der vor gut einem Jahr gestorbene Kardinal im Laufe seines Lebens gesammelt hatte. Manches habe er selbst auf Streifzügen durch Antiquitätengeschäfte erworben, anderes sei ihm geschenkt worden, teilte das Auktionshaus vor der Versteigerung mit.

Unter den Objekten sind Gemälde des 19. Jahrhunderts, Gnaden- und Andachtsbilder, Porzellan, Ansichtstassen aus Meisners schlesischer Heimat, Kruzifixe und Volkskunst. Die 28 wertvollsten Objekte aus Meisners privater Sammlung waren bereits im Mai versteigert worden. Der Erlös beider Auktionen geht an die Kardinal-Meisner-Stiftung, die Gemeinden im Erzbistum Köln sowie in Mittel-, Ost- und Südeuropa unterstützt.

Auktionshaus Lempertz

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