Krieg im TV: eine Fiktion? (mit Audio-Interview)

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Medienforscher Christian Hißnauer (Foto: privat)
Alexander Karl

100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges flimmern auf den Bildschirmen fast täglich verstörende Bilder von den Schlachtfeldern. Doch wie authentisch ist der dokumentierte Schrecken, den der Fernsehzuschauer angeboten bekommt? Schließlich konnte man im Kampfgetümmel an der Somme oder bei Verdun nicht frei filmen. Und die Filmemacher können heute keine Teilnehmer des Krieges mehr interviewen, weil sie alle gestorben sind.

Der Krieg wird zum großen Teil inszeniert. Seine Darstellung werde heutzutage "stark durch die Fiktion oder durch dokufiktionale Mischformen geprägt", glaubt Dr. Christian Hißnauer von der Universität Göttingen. Im Interview mit Alexander Karl erklärt der Medienforscher, warum das aus seiner Sicht noch immer nicht ganz aufgearbeitete Jahrhundertereignis noch viele Jahre ein spannendes Medienthema bleiben wird.  

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