Kreativer Protest gegen Rechts: „Stauffenberg“ gegen Höcke

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„Stauffenberg“ protestiert gegen Höcke. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat der AfD-Politiker Björn Höcke am Freitag einen Gesprächsband auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Die Polizei riegelte am späten Nachmittag Teile der Halle 4 komplett ab. Der Verlag Manuscriptum hatte zu einer Podiumsdiskussion in einem Saal eingeladen. Dort ist das Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“ erschienen, in dem der Publizist Sebastian Hennig Gespräche mit Höcke führt.

Die Veranstaltung mit Höcke und seinen Anhängern verlief ohne Zwischenfälle. Vor Beginn protestierte der Europaabgeordnete und Satiriker Martin Sonneborn („Die Partei“) gegen den Besuch des Thüringer AfD-Fraktionschefs auf der weltgrößten Bücherschau. Sonneborn war mit Uniform, Augenklappe und Aktentasche kostümiert, was an den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg erinnerte.

Höckes gilt als als Wortführer des rechten Flügels der AfD. Im vergangenen Jahr war es bei seinem Messe-Besuch zu Handgreiflichkeiten zwischen seinen Anhängern und Gegendemonstranten gekommen. Die Messeleitung hatte daraufhin ihr Sicherheitskonzept überarbeitet.

Berthold Maria Schenk Graf von Stauffenberg ist der Sohn des Grafen Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 ein Attentat auf Adolf Hitler verübte. Das öffentliche Gedenken an den am Tag des Attentats hingerichteten Grafen von Stauffenberg ist nach Ansicht des Sohnes Aufgabe der Öffentlichkeit.
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