Krawatten-Alarm zu Weiberfastnacht

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Deutsche Presse-Agentur

Aufgepasst auf die Krawatten: Mit der Weiberfastnacht an diesem Donnerstag (19.2.) steuert das närrische Treiben in Deutschland seinem Höhepunkt entgegen.

Vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands stürmen Tausende „Weiber“ in vielen Städten die Rathäuser und übernehmen für einen Tag das Kommando. Kein Schlips wird dabei vor ihnen sicher sein: Traditionell werden die Krawatten der Männer an diesem Tag gnadenlos gekürzt. Der Startschuss für die Weiberfastnacht fällt meist um 11.11 Uhr.

In den Karnevals-Hochburgen in Nordrhein-Westfalen werden Zehntausende Zuschauer erwartet. In Köln übergibt Oberbürgermeister Fritz Schramma dem Dreigestirn - Prinz, Bauer und Jungfrau - für die kommenden Tage den Schlüssel zur Stadt. Auch in Düsseldorf setzen die „Weiber“ zum Sturm auf das Rathaus an, das von Oberbürgermeister Dirk Elbers gegen die närrische Übermacht verteidigt werden muss.

In Bonn-Beuel wird das Rathaus von den „Waschweibern“ gestürmt. Bonn gilt als Wiege der rheinischen Weiberfastnacht: Bereits 1824 entstand bei den Wäscherinnen in Beuel der Brauch, einmal im Jahr die Männer „in die Mangel“ zu nehmen. Während sich die Frauen damals noch gegen unzumutbare körperliche Belastungen und das Patriarchat auflehnten, wird heute in spaßiger Form gefeiert. Auch etwas weiter südlich am Rhein wird geschunkelt: In Mainz wird am Donnerstag um 11.11 Uhr am Fastnachtsbrunnen die Altweiberfastnacht eröffnet.

Im Südwesten wird am Donnerstag der „Schmotzige Dunschdig“ (vom alemannischen Wort Schmotz, das Fett oder Schmalz bedeutet) gefeiert. Er gilt als höchster Feiertag der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Dabei übernehmen verkleidete Maskenträger vielerorts das Regiment. Im baden-württembergischen Konstanz steht der höchste deutsche Katholik vor einem närrischen Tribunal: Die Narrenzunft Jakobiner e.V. macht dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, den Prozess.

Die Weiberfastnacht ist der Auftakt für sechs närrische Tage - der Karneval oder die Fastnacht ist für viele Menschen die „fünfte Jahreszeit“. Bis zum Dienstag wird gefeiert, getanzt und getrunken, ehe am Aschermittwoch die Fastenzeit anbricht. Höhepunkt der Karnevals-Saison sind die Rosenmontagszüge am 23. Februar.

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