Komponist Klaus Huber erhält Siemens-Musikpreis

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Deutsche Presse-Agentur

Der Schweizer Komponist Klaus Huber erhält in diesem Jahr den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis. Der mit 200 000 Euro dotierte Preis ist eine der begehrtesten Auszeichnungen in der Musikwelt.

Der 84-jährige Huber gilt als einer der international renommierten Repräsentanten der zeitgenössischen Musik. Sein umfangreiches Werk umfasst Kammermusik, Oratorien und Opern. Es ist geprägt von einem sozialen und politischen Engagement. Der Siemens-Musikpreis wird Huber am 15. Mai bei einem Festakt in München überreicht. Die Laudatio hält der Schweizer Musikpublizist Max Nyffeler. Huber erhält auch den Musikpreis Salzburg 2009.

In Hubers reichem Werk verbinde sich neueste Musik-Sprache mit den Kontrapunkt-Techniken der Alten Musik, hieß es in der Jury-Begründung. Es gehe ihm um geistliche Musik, aber auch um aktuelles humanes und politisches Engagement. Als ein Schlüsselwerk gelten die „Cantiones de Circulo Gyrante“ von 1985, in denen Texte der mittelalterlichen Benediktinerin Hildegard von Bingen neben einem Gedicht Heinrich Bölls über die im Krieg zerstörten Kirchen Kölns stehen.

Die Siemens-Musikstiftung vergibt außerdem zahlreiche Förderpreise in Höhe von insgesamt 2,1 Millionen Euro. Die drei Komponistenpreise gehen an die in Freiburg lebende Chinesin Lin Yang, an den Tschechen Miroslav Srnka und an den Italiener Francesco Filidei. 2008 wurde die Geigen-Virtuosin Anne-Sophie Mutter mit dem Siemens-Musikpreis geehrt. In den vergangenen Jahren gehörten auch der Komponist Brian Ferneyhough (2007) sowie der Dirigent Daniel Barenboim (2006) zu den Preisträgern. Ferneyhough wie auch der Siemens-Preisträger Wolfgang Rihm waren Schüler Hubers.

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