Klima-Appell zur Eröffnung des Opernreigens

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Deutsche Presse-Agentur

Die Eröffnungsoper der diesjährigen Salzburger Festspiele, „Idomeneo“ von Wolfgang Amadeus Mozart, birgt nach Ansicht von Regisseur Peter Sellars eine wichtige Lektion für den Kampf gerade der jungen Generation gegen den Klimawandel.

Vor der Premiere sagte der US-Amerikaner in Salzburg: „Es kommt der Zeitpunkt, an dem wir neue Geschichten brauchen und es nicht länger akzeptabel ist, den entsetzlichen Kreislauf menschlicher Fehler zu wiederholen.“

Nun müsse eine neue Generation die Gelegenheit haben, das Ruder von den Eltern zu übernehmen, die auf der Erde verheerende Schäden angerichtet hätten. Im Publikum lauschten Sellars' Worten unter anderem Österreichs Präsident Alexander Van der Bellen, Kanzlerin Brigitte Bierlein sowie eine Reihe ausländischer Diplomaten mit Sitz in dem Alpenland.

Mit „Idomeneo“ beginnt der diesjährige Reigen von fünf Musiktheaterpremieren. Sellars' Neuinszenierung der Oper, die Mozart im Alter von 24 Jahren geschrieben hatte, ist seine zweite Zusammenarbeit mit dem als unkonventionell geltenden griechischen Dirigenten Teodor Currentzis.

Vor zwei Jahren hatte der US-Regisseur in Salzburg mit seiner Interpretation der Mozart-Oper „La clemenza di Tito“ als Vision von Gerechtigkeit und Versöhnung vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise für Furore gesorgt. Die musikalische Leitung lag damals ebenfalls in den Händen von Currentzis.

Die Salzburger Festspiele 2019 hatten am Samstag voriger Woche mit der Aufführung von Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel „Jedermann“ begonnen. Bis Ende August werden 42 Opern und 55 Theaterstücke präsentiert.

Webseite Salzburger Festspiele

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