Kinder einer untergehenden Gesellschaft: „Anna“

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Deutsche Presse-Agentur

Nur ein paar Jahre in der Zukunft, aber doch in einer ganz anderen Welt, hat der Italiener Niccolo Ammaniti seinen Roman „Anna“ angesiedelt. Eine Seuche ist ausgebrochen, die alle Erwachsenen innerhalb kurzer Zeit tötet. Ein Gegenmittel gibt es nicht.

Im Mittelpunkt des Romans steht die 13-jährige Anna. Noch schützt sie ihre Jugend, aber wie lange noch? Ihre Mutter hat ihr aufgetragen, ihren kleinen Bruder zu beschützen. Aber lebt sie lange genug, um ihn in Sicherheit zu bringen? Die beiden verlassen ihr einsames Haus im Wald auf Sizilien und versuchen, irgendwie das süditalienische Festland zu erreichen, getrieben von der Hoffnung, dass dort jemand ein rettendes Medikament entwickelt haben könnte.

Unterwegs treffen sie auf die Reste einer Zivilisation in Auflösung. Kinder haben sich zu Banden zusammengeschlossen und imitieren nun in grotesker Form die alten Verhaltensmuster der Erwachsenen.

Der Roman vermeidet Klischees, bietet aber auch wenig Optimistisches.

- Niccolo Ammaniti: Anna. Eisele Verlag, München, 334 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-96161-009-9.

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