Kameravergleich mit Fotos vom Mars

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Deutsche Presse-Agentur

Gleich zwei Raumsonden mit Kameratechnik aus Deutschland werden in der Nacht zum Mittwoch den Mars aus der Nähe fotografieren.

Um kurz nach Mitternacht nähert sich zunächst die NASA-Sonde „Dawn“ dem Roten Planeten bis auf 565 Kilometer. Sie hat zwei Kameras an Bord, die federführend vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau (Niedersachsen) betrieben werden. Eine Stunde später werden auf der europäischen Raumsonde „Mars Express“ installierte Kameras des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Aufnahmen von derselben Region machen, wie das DLR in Köln mitteilte.

Anhand der fast zeitgleichen Beobachtungen desselben Gebiets sollten die Leistungen der beiden Kamerasysteme verglichen werden. Die Kameras werden einen mehreren hundert Kilometer breiten Streifen zwischen den Tharsis-Vulkanen und dem Olympus Mons, dem höchsten Vulkan auf dem Mars, aufnehmen. Die ersten Bilder werden den Wissenschaftlern nach DLR-Angaben voraussichtlich Ende der Woche vorliegen.

Die ESA-Sonde „Mars Express“ befindet sich seit mehr als fünf Jahren in einer Umlaufbahn des Roten Planeten. Die vom DLR betriebene Stereokamera HRSC hat seitdem gut zwei Drittel der Marsoberfläche in hoher Auflösung aufgenommen.

Die NASA-Sonde „Dawn“ ist auf dem Weg zu den Asteroiden Vesta und Ceres. Beim Vorbeiflug am Mars wird die Sonde durch dessen Schwerkraft auf den richtigen Kurs zum Asteroiden-Hauptgürtel gebracht. Auf „Dawn“ befinden sich zwei „Framing Cameras“, die quadratische Bilder erzeugen. Eine der vom MPS in Zusammenarbeit mit dem DLR entwickelten Kameras wird in der Nacht zum Mittwoch zu Testzwecken angeschaltet.

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