Jazzanova: Soul-Sounds für Sommerabende

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Jazzanova
Jazzanova nehmen sich alle Zeit der Welt. (Foto: Georg Roske / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein Jahrzehnt ist in der Popmusik eine lange Zeit. Es gehört also schon Mut dazu, sich zehn Jahre Pause bis zu einem neuen Studioalbum zu nehmen. Oder man nutzt diese Zeit gut - wie das Berliner DJ- und Produzenten-Kollektiv Jazzanova.

Denn Alex Barck, Claas Brieler, Axel Reinemer, Stefan Leisering und Jürgen von Knoblauch, die Köpfe des seit 1996 bestehenden Projekts, gründeten zuletzt nicht nur Familien - sie pflegten auch ihre Verbindungen zu anderen Musikern, spielten Jazzanova-Livesets, entwickelten ihren Sound weiter. Das Ergebnis dieses Reifeprozesses heißt „The Pool“ - wieder ein Studioalbum mit vielen Gastsängern und dem typischen Jazzanova-Groove zwischen Soul, Jazz, Pop und Hip-Hop.

Das Jazzanova-Quintett begann Mitte der 90er Jahre mit House- und Clubmusik, die es wahlweise um Funk, Jazz, Electro oder Latin erweiterte, und mit zahllosen Remix-Arbeiten. Das offizielle Debütalbum „In Between“ erschien erst 2002, der hervorragende Nachfolger „Of All the Things“ 2008 - längere Pausen sind also für dieses Projekt nichts Ungewöhnliches.

Waren es damals Gäste wie Leon Ware oder Paul Randolph, so treten diesmal Rapper und Sänger wie der britische Jazz-Star Jamie Cullum, Rachel Sermanni, David Lemaitre und Oddisee für Jazzanova ans Mikro. Trotz der bunten Vokal-Mixtur steht der wohlige Flow von „The Pool“ indes nie in Frage.

„Die Art und Weise, wie wir das Sampling (...) einsetzen, die Art, wie wir Instrumente im Studio spielen, gibt ihm einen sehr kohärenten Klang“, sagt Leisering über das neue Album. Tanzbare Jazzanova-Songs wie „Follow Your Feet“, „Heatwave“, „It's Beautiful“, „I'm Still Here“ oder „Summer Keeps On Passing Me By“ dürften also in diesem Sommer so manche Gartenparty verzieren.

Konzerttermine: 30.6. Berlin, Volksbühne; 24.8. Berlin, Zitadelle; 12.9. Wien, Porgy & BBess; 19.9. Köln, Club Bahnhof Ehrenfeld; 21.9. Zürich, Moods; 26.9. Frankfurt/Main, Zoom; 27.9. Hamburg, Mojo Club

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