Japan startet Satelliten zur Klimawandel-Forschung

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Deutsche Presse-Agentur

Japan hat seinen ersten Satelliten zur Erforschung des Klimawandels ins All gestartet. Eine Trägerrakete vom Typ H-2A mit dem Satelliten hob am Freitag vom Weltraumbahnhof Tanegashima Space Center im Süden des Landes ab, wie die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa mitteilte.

Der Satellit „Ibuki“, zu Deutsch „Atem“, trennte sich 16 Minuten nach dem Start erfolgreich von der Rakete. Er soll die Konzentration der Treibhausgase beobachten und so eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Klimaerwärmung spielen.

Der Satellit wird über die nächsten fünf Jahre die Erde in 666 Kilometern Höhe umkreisen. Alle drei Tage soll er Daten zum Kohlendioxid- und Methangehalt an 56 000 Orten rund um den Globus sammeln. Dies schließt auch den Ausstoß von Treibhausgasen in Entwicklungsländern ein, von denen es dazu bisher nur wenige Daten gibt. Zusammen mit „Ibuki“ wurden auch sieben kleinere Satelliten ins Weltall befördert, die von Studenten entwickelt worden waren. Sie sollen unter anderem neue Kommunikationsfunktionen testen.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA plant für den 23. Februar den Start eines auf Kohlendioxid (CO2) spezialisierten Satelliten. CO2-Werte misst unter anderem auch der europäische Umweltsatellit „Envisat“ aus dem Orbit.

www.jaxa.jp/index_e.html

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