ISS in Nöten: Pipi-Problem im All

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Deutsche Presse-Agentur

Damit sollen die ISS-Dauerbewohner unabhängiger von der Versorgung von der Erde werden. Nach NASA-Angaben schaltete sich das System bei Tests zwei Mal von selbst ab - möglicherweise weil eine Zentrifuge an einem Destillationsteil der Anlage nicht richtig funktionierte. Experten in der Bodenzentrale in Houston (Texas) äußerten indessen die Hoffnung, dass es sich schlicht um ein Sensorenproblem handelt, das in den kommenden Tagen behoben werden kann. Das ließe Zeit zur Gewinnung von Trinkwasser-Proben, die dann mit dem Shuttle zur Untersuchung auf die Erde gebracht werden sollen. Die NASA schloss aber auch nicht aus, die auf ursprünglich 15 Tage angesetzte Mission der „Endeavour“ um einen Tag zu verlängern - sollte dies notwendig werden.

Hauptaufgabe der angereisten Astronauten sind Arbeiten zur Erweiterung der ISS. Künftig sollen dort sechs Langzeitbewohner untergebracht werden können statt wie bislang drei. So gehören zu den Fertigbauteilen, die der Shuttle mitgebracht hat, eine zusätzliche Toilette und Einrichtungsgegenstände für zwei weitere Schlafräume.

Am Samstag stand der dritte von insgesamt vier Außenbordeinsätzen an. Dabei wollen die Astronauten Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Steve Bowen ihre Reparaturarbeiten am defekten Drehgelenk eines Sonnensegels fortsetzen und beenden. Metallspäne haben seit einem Jahr die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, so dass sich der Solarflügel nicht mehr ausreichend zur Sonne ausrichten kann. Die beiden Raumfahrer wollten bei ihrem gut siebenstündigen Einsatz das Gelenk weiter säubern und schmieren sowie einzelne Teile austauschen.

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