Isabelle Huppert begeistert als Maria Stuart in Hamburg

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Isabelle Huppert
Isabelle Huppert begeisterte bei der Deutschland-Premiere des Theaterstücks „Mary Said What She Said“ im Thalia Theater. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Triumph für Isabelle Huppert in Hamburg: Für ihre eineinhalbstündige Soloperformance „Mary Said What She Said“ erhielt die französische Schauspielerin (66, „Greta“, „Frankie“) im Thalia Theater minutenlangen Applaus.

Die Deutschlandpremiere des Stücks von Darryl Pinckney, bei der Altmeister Robert Wilson Regie führte, war am Freitagabend ausverkauft. Die Koproduktion von Théatre de la Ville Paris, Wiener Festwochen und Thalia Theater hatte bereits Ende Mai in der französischen Hauptstadt ihre Uraufführung gefeiert.

Auf fast leerer Bühne verkörperte Huppert im funkelnden, kastanienbraunen Renaissancekostüm die schottische Königin Maria Stuart kurz vor ihrer Hinrichtung. In ihrer fulminanten Darbietung, bei der ein endloser Wortschwall ihrem blutrot geschminkten Mund entströmte, vermittelte die 66-Jährige die durcheinander gewirbelten Gedanken und Assoziationen einer Todgeweihten über ihr so reiches wie problematisches Leben. Dabei machte sie deren vielschichtige Gefühlslage spürbar.

Vor der Vorstellung sagte Huppert, es mache für sie keinen Unterschied, ob sie Filme oder Theater spiele. „Ich bin immer dieselbe Schauspielerin - wenn ich denn eine Schauspielerin bin“, meinte sie selbstironisch.

Thalia-Theater

Robert Wilson

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