Iran schickt Film von Vahid Jalilvand ins Oscar-Rennen

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Vahid Jalilvand
Der Iran schickt das Gesellschaftsdrama „No Date, No Signature“ (deutscher Titel: „Ohne Datum und Unterschrift“) von Regisseur Vahid Jalilvand ins Oscar-Rennen. (Foto: Andrea Merola/ANSA / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Iran schickt das Gesellschaftsdrama „No Date, No Signature“ (deutscher Titel: „Ohne Datum und Unterschrift“) von Regisseur Vahid Jalilvand ins Oscar-Rennen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA reichte die im Iran für die Auswahl zuständige Cinema-Stiftung Farabi den Film für die Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“ ein. Er hatte im vergangenen Jahr bereits mehrere nationale und internationale Auszeichnungen erhalten, unter anderem bei den Filmfestspielen in Venedig.

„Ohne Datum und Unterschrift“ handelt von einem Gerichtsmediziner, der in einen Unfall mit einem Motoradfahrer und dessen kleinen Sohn verwickelt wird. Zunächst scheint keiner der beiden ernsthaft verletzt zu sein, doch am nächsten Tag landet die Leiche des Jungen in der Pathologie. Die Autopsie ergibt Lebensmittelvergiftung. Der Pathologe jedoch befürchtet, mitschuldig am Tod des Kindes zu sein, und beginnt mit Recherchen. Der Film steht im Herbst beim Filmfest Hamburg auf den Programm.

Der Iran hat den sogenannten Auslands-Oscar bereits zweimal gewonnen: Regisseur Asghar Farhadi war 2012 mit dem Film „Nader und Simin - Eine Trennung“ und 2017 mit „Salesman“ erfolgreich.

Die fünf nominierten Filme für den Auslands-Oscar wird die Academy am 22. Januar 2019 bekanntgeben. Die Preisverleihung findet am 24. Februar 2019 in Hollywood statt. Für Deutschland geht Florian Henckel von Donnersmarck mit „Werk ohne Autor“ ins Rennen.

Nachrichtenagentur ISNA, Persisch

Film beim Filmfest Hamburg

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