Insektenfreundliches Gärtnern geht auch ohne Garten

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 Petunien und Kapkörbchen (r), oder: Die Mischung macht’s auf dem Balkon.
Petunien und Kapkörbchen (r), oder: Die Mischung macht’s auf dem Balkon. (Foto: dpa)

Tomaten mögen kein Wasser von oben. Deshalb setzt man sie ins Gewächshaus oder unter ein schützendes Dach. Das bedeutet aber, dass man sie gießen muss. Allerdings sollte auch kein Gießwasser von unten an die Pflanze spritzen. Jetzt haben Tüftler folgendes System ausgedacht: Man nimmt eine große Wasserflasche, schneidet den Boden ab und bohrt ein, zwei kleine Löcher in den Schraubdeckel. In einen großen Joghurtbecher oder dergleichen schneidet man am unteren Rand seitlich ein kleines Loch. Dieser Becher wird mit dem Loch dicht neben den Tomatenwurzeln so eingegraben, dass er etwas über dem Boden herausragt. In diesen Becher steckt man nun kopfüber die Plastikflasche und füllt sie mit Wasser. Das versickert dann langsam in den Boden neben der Pflanze. So kann man auf Vorrat gießen und benetzt die Umgebung nicht.

Balkonbepflanzung vor dem Kadi: Nicht jeder Mitbewohner in einem Mietshaus mag die Gärtnerleidenschaft des Nachbarn. Wenn Blüten und Blätter herunterfallen und Gießwasser von oben tröpfelt, kann das Ärger geben. Aber grundsätzlich darf ein Mieter Balkonkästen anbringen und Topfpflanzen aufstellen. Das gehört zum ordnungsgemäßen Gebrauch eines Balkons, so die Rechtsprechung. Doch es kann zu einer Besitzstörungsklage kommen, wenn zu viel des Guten von oben kommt. Nach einer Entscheidung des Berliner Landgerichts (Az. 67 S 127/02) konnte der gestörte Mieter verlangen, die Balkonbepflanzung so zurückzuschneiden, dass nichts über die Brüstung hinausragte. Immerhin darf auf dem Balkon gepflanzt werden, was gefällt. Bei Cannabis hört der Spaß allerdings auf. Da kann der Vermieter möglicherweise sogar fristlos kündigen (Landgericht Ravensburg, Az. 4 S 127/01).

Bienenweide auf dem Balkon: Es kommt auf die Vielfalt an.

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Tomaten mögen kein Wasser von oben. Deshalb setzt man sie ins Gewächshaus oder unter ein schützendes Dach. Das bedeutet aber, dass man sie gießen muss. Allerdings sollte auch kein Gießwasser von unten an die Pflanze spritzen. Jetzt haben Tüftler folgendes System ausgedacht: Man nimmt eine große Wasserflasche, schneidet den Boden ab und bohrt ein, zwei kleine Löcher in den Schraubdeckel. In einen großen Joghurtbecher oder dergleichen schneidet man am unteren Rand seitlich ein kleines Loch. Dieser Becher wird mit dem Loch dicht neben den Tomatenwurzeln so eingegraben, dass er etwas über dem Boden herausragt. In diesen Becher steckt man nun kopfüber die Plastikflasche und füllt sie mit Wasser. Das versickert dann langsam in den Boden neben der Pflanze. So kann man auf Vorrat gießen und benetzt die Umgebung nicht.

Balkonbepflanzung vor dem Kadi: Nicht jeder Mitbewohner in einem Mietshaus mag die Gärtnerleidenschaft des Nachbarn. Wenn Blüten und Blätter herunterfallen und Gießwasser von oben tröpfelt, kann das Ärger geben. Aber grundsätzlich darf ein Mieter Balkonkästen anbringen und Topfpflanzen aufstellen. Das gehört zum ordnungsgemäßen Gebrauch eines Balkons, so die Rechtsprechung. Doch es kann zu einer Besitzstörungsklage kommen, wenn zu viel des Guten von oben kommt. Nach einer Entscheidung des Berliner Landgerichts (Az. 67 S 127/02) konnte der gestörte Mieter verlangen, die Balkonbepflanzung so zurückzuschneiden, dass nichts über die Brüstung hinausragte. Immerhin darf auf dem Balkon gepflanzt werden, was gefällt. Bei Cannabis hört der Spaß allerdings auf. Da kann der Vermieter möglicherweise sogar fristlos kündigen (Landgericht Ravensburg, Az. 4 S 127/01).

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