Infineon: Keine Fusionsgespräche mit Wettbewerbern

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Deutsche Presse-Agentur

Der Chef des Halbleiter-Konzerns Infineon, Peter Bauer, hat die Aussichten auf einen möglichen Zusammenschluss mit einem Wettbewerber wieder gedämpft.

„Da gibt es keine Gespräche“, sagte Bauer am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Insbesondere im Geschäft mit Mobilfunk-Chips sieht er derzeit kaum Möglichkeiten für ein Zusammengehen mit einem Konkurrenten: „Qualcomm ist Marktführer, STMicroelectronics, Ericsson und NXP haben gerade erst ihr Mobilfunk-Geschäft zusammengelegt und andere Spieler sind deutlich kleiner.“

Aufsichtsrats-Chef Max Dietrich Kley und Bauer selbst hatten vor der jüngsten Hauptversammlung die Hoffnung geweckt, Infineon könne einen Partner finden. Das Unternehmen ist durch Milliarden-Verluste der Speicherchip-Tochter Qimonda geschwächt und leidet deshalb umso mehr unter dem Wirtschaftsabschwung. Zukäufe im Hoffnungsfeld Mobilfunk will Bauer dennoch nicht ausschließen: „Wenn wir jemanden kaufen könnten, der mehr Umsatz bei relativ gesehen weniger Entwicklungskosten verspricht, dann wäre das denkbar.“ Er schob aber direkt hinterher: „Es ist nichts in der Pipeline.“

Infineon hatte nach der Pleite des Mobilfunk-Hauptkunden BenQ Mobile den Geschäftsbereich mit Zukäufen erweitert und fast alle wichtigen Handy-Hersteller als Kunden gewonnen. „Das Geschickteste ist, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, sagte Bauer. Auch an der Ausrichtung des Gesamtkonzerns will er festhalten: „Mit den fünf Sparten fühlen wir uns gut aufgestellt.“ Neben Halbleitern für den Mobilfunk stellt Infineon Chips für Festnetz-Geräte, Sicherheits- und Industrieanwendungen sowie für Auto-Bordelektronik her.

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