IBM verlagert US-Service-Jobs nach Indien

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Deutsche Presse-Agentur

Der IT-Konzern IBM plant in den USA einen umfangreichen Stellenabbau in seinem Servicegeschäft. Ein Großteil der Jobs solle nach Indien verlagert werden, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter erfuhr das Blatt nicht.

Zum Jahresende beschäftigte der US-Konzern weltweit rund 400 000 Menschen. Die Einschnitte wären ein weiteres Beispiel für Einsparungen auch bei trotz der Wirtschaftskrise erfolgreichen Konzernen. IBM hatte zum Jahresende einen unerwartet starken Gewinnsprung erzielt und auch für 2009 ein Rekordergebnis als Ziel ausgegeben. Einem früheren Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge bereitet der Konzern zudem gerade die Übernahme des US-Konkurrenten Sun Microsystems für bis zu acht Milliarden Dollar (6 Mrd Euro) vor.

Bereits Anfang des Jahres hatte sich IBM laut dem Blatt von rund 4600 Beschäftigten in Bereichen wie Software, Vertrieb und Halbleiter getrennt. Die nun betroffene globale Dienstleistungssparte für Geschäftskunden sei die weit größte des Konzerns mit rund 180 000 Mitarbeitern. IBM gibt traditionell Veränderungen bei der Zahl der Arbeitsplätze meist nur summarisch in seinen Geschäftsberichten bekannt.

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