Hotel Bossa Nova lassen die Sonne aufgehen

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Deutsche Presse-Agentur

Hierzulande dauert der Winter schon viel zu lange, höchste Zeit, etwas in die Ferne zu schweifen, in lieblichere Gefilde.

Musikalisch kann man dies sehr gut mit dem schönen Album „Supresa“ von Hotel Bossa Nova, dem Jazzensemble aus Wiesbaden, das sich vorgenommen hat, den guten alten brasilianischen Bossa Nova, der auch schon seine 50 Jahre auf dem Buckel hat, für unserer Zeit neu zu erfinden.

Schon mit dem Opener „Aguas“ entführt uns die Band um Sängerin Liza da Costa in ihr Reich der fließenden Rhythmen, dazu machen Tillman Höhn an der Gitarre, Bassist Alexander Sonntag und Schlagzeuger und Perkussionist Wolfgang Stamm die Fenster ihres Hotels ganz weit auf - diese Musik atmet Freiheit, Lebensfreude und manchmal auch Melancholie.

Die Weltenbummlerin Liza da Costa singt auf portugiesisch, und entfaltet so eine wunderbare melodiöse Strahlkraft. Und neben Bossa Nova, Samba und Cool Jazz kommt so auch der Fado zu seinem Recht - die Lieder der Sehnsucht aus den Gassen der Lissaboner Altstadt.

Der Stilmix jedenfalls stimmt auf diesem herrlich vitalen Album, das mit versierten Gastmusikern aufwart. Flötist Harold Todd von der Lenny Kravitz Band sorgt für swingende Eleganz, Pianist Ulf Kleiner und die Akkordeonistin Anne Cratz tun das Übrige, um „Supresa“ zum echten Überraschungscoup zu machen. Mit diesem Album kann uns der Winter gestohlen bleiben.

Hotel Bossa Nova sind im Frühjahr auch live zu erleben, alle Infos auf der Homepage der Band.

www.hotelbossanova.com

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