Hintergrund: Die großen Mobilfunk-Player

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Deutsche Presse-Agentur

Die Mobilfunk-Branche kann man grob in Hersteller von Handys, Netzwerk-Ausrüster und Dienste-Betreiber aufteilen. Das größte Geschäft machen die Mobilfunk-Betreiber: Auf sie entfielen im vergangenen Jahr 875 Milliarden Dollar der gesamten Branchenerlöse von 1,11 Billionen.

Die Handy-Hersteller sind die zweitgrößte Gruppe mit Umsätzen von knapp 190 Milliarden Dollar. Das Geschäft der Ausrüster stagniert bei rund 50 Milliarden Dollar.

HANDY-HERSTELLER: Der finnische Nokia-Konzern ist seit Jahren unangefochtener Marktführer - sieht sich jedoch wachsender Konkurrenz ausgesetzt. Vor allem bei den sogenannten Smartphones, wie die Mischung aus Handy und Mini-Computer genannt wird, kamen neue Rivalen hinzu: Apple mit seinem iPhone und die Android-Allianz um Google. Der Nokia-Marktanteil sank im vergangenen Jahr von 40 auf 37 Prozent. Nummer zwei im Handy-Markt war lange Motorola, doch der US-Hersteller ist in einer steilen Abwärtsspirale, der Marktanteil lag zuletzt nur noch bei 6,6 Prozent. Aktuelle Nummer zwei ist Samsung mit 18,3 Prozent des Marktes, gefolgt von LG Electronics mit 8,9 Prozent.

MOBILFUNK-BETREIBER: Der britische Vodafone-Konzern ist der Branchenprimus, wenn es um Umsätze geht, doch kein Mobilfunk-Unternehmen der Welt hat mehr Kunden als China Mobile: 460 Millionen. Und der chinesische Markt ist noch lange nicht gesättigt: Jeden Monat gewinnt China Mobile mehr als sieben Millionen neue Nutzer hinzu. Die Telekom-Tochter T-Mobile kommt weltweit auf gut 128 Millionen Mobilfunk-Kunden - davon 39 Millionen in Deutschland. In den USA ist Verizon Wireless die Nummer eins mit knapp 84 Millionen Kunden.

MOBILFUNK-AUSRÜSTER: Ericsson aus Schweden ist die Nummer eins, gefolgt von dem Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks und dem amerikanisch-französischen Konzern Alcatel-Lucent. Da nach dem großen ersten Schwung beim Aufbau der UMTS-Netze die Erlöse stagnieren, hoffen die Unternehmen auf die nächste Netzgeneration LTE, die noch schnellere Datenübertragung erlauben soll.

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