Hier gibt’s am meisten Piste fürs Geld

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Ein Preisvergleich von schwäbische.de zeigt: Je größer das Skigebiet, desto günstiger der Pistenkilometer – und je höher die Piste, desto teurer die Tageskarte. Diese kosten in Deutschland und Österreich erneut mehr als in der vergangenen Saison – nur in der Schweiz nicht.

Der Grund: Der Franken hat an Wert verloren, und viele Bergbahnen in der Schweiz verzichten auf Preiserhöhungen. Das macht die Tagespässe für deutsche Winterurlauber faktisch billiger. Ganz anders verhält es sich im Allgäu und in Vorarlberg. Im Montafon beispielsweise sind die maximalen Preise für Tagespässe zuletzt um sechs Prozent angestiegen, am Arlberg immerhin um zwei Prozent.

Der Arlberg bietet Vielfahrern am meisten fürs Geld

Trotzdem bietet der Arlberg für 53 Euro immer noch die meisten Pistenkilometer fürs Geld, insbesondere in „Lech, Zürs, Warth, Schröcken“, einem 183 Kilometer langen, vergleichsweise schneesicheren Teilgebiet des Verbunds Ski Arlberg. Dort bekommen Skifahrer 3,45 Pistenkilometer pro Euro. Umgerechnet auf das 305 Kilometer große Gesamtgebiet sind es sogar 5,75 Kilometer. Wer als Tagesausflügler auf die Pistenvielfalt am Arlberg verzichten kann, der fährt in Mellau-Damüls günstiger. Allerdings endet dort die Talabfahrt auch auf 700 Metern. Lech und Zürs liegen doppelt so hoch.

Günstige Tageskarte am Feldberg

Selbst geübte Skifahrer dürften an einem Tag allerdings kaum mehr als 70 Kilometer schaffen. Bei Skigebieten in dieser Größenordnung liegt der Feldberg mit 63 Kilometer Piste für 36 Euro eindeutig vorn, auf Platz zwei und drei folgen der durchgehend über 1300 Meter gelegene hintere Teil des Kleinwalsertals sowie das Brandnertal für jeweils rund 47 Euro. Wen es spätestens nach 40 Kilometern auf der Piste ohnehin in die warme Hütte zieht, der fährt am Diedamskopf noch vergleichsweise günstig. Im Allgäu bekommen Gelegenheitsfahrer in Balderschwang das längste Pistenvergnügen fürs Geld (1,23 Kilometer pro Euro).

Eine Tageskarte für 23 Euro – in der Schweiz

In der Ostschweiz bietet das komplett über 1200 Meter gelegene Gebiet auf dem Flumserberg am meisten präparierte Piste fürs Geld. In Pizol, dem höchsten Skigebiet in der Region, müssen Skifahrer schon tiefer in die Tasche greifen: Dort ist der Pistenkilometer rund ein Viertel teurer. Allerdings verkaufen die Pizolbahnen neuerdings auch wetterabhängige Tageskarten. Je ungünstiger die Wetterprognose ausfällt, desto günstiger der Preis. Wer beispielsweise am 11. Januar eine Tageskarte für den 17. Januar gebucht hat, zahlt statt 46 Euro nur noch 23 Euro – das entspricht einer Ersparnis von 50 Prozent.

Das Nebelhorn ist für Gelegenheitsfahrer teuer

Zu den teuersten Skigebieten mit mehr als zehn Kilometern Piste zählt das Nebelhorn im Allgäu – zumindest für Gelegenheitsfahrer mit Tagespass. Denn für 47 Euro können diese zwar theoretisch 130 Pistenkilometer im Verbund „Oberstdorf-Kleinwalsertal“ befahren. Allerdings sind am Nebelhorn lediglich 13 davon mit Ski und Lift zu erreichen. Zu den Pisten am Fellhorn, an der Kanzelwand und im Söllereck fährt lediglich ein Skibus. Für deutsche Skifahrer mit Tagespass empfiehlt es sich daher, am Fellhorn und nicht am Nebelhorn einzusteigen. Dort sind für den selben Preis unmittelbar 36 Pistenkilometer befahrbar. Auch die anderen Pisten des Verbunds sind von dort aus leichter zu erreichen.

Ebenfalls teuer, dafür aber auch vergleichsweise hoch gelegen ist das Skigebiet Faschina in Vorarlberg: Dort werden für 15 Kilometer 38,50 Euro fällig.

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