Heute vor 50 Jahren: Eine Mauer teilt Berlin

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Cover der App-Ausgabe vom Wochenende (ab Freitagabend im AppStore).
(Foto: sz)
Schwäbische Zeitung

Zugegeben, wir Journalisten neigen dazu, es gelegentlich mit den Gedenktagen zu übertreiben. Da liest man von der Erfindung des Joghurtbechers vor 22 Jahren oder sieht einen Beitrag über 100 Tage Regierungswechsel in Nicaragua.

An diesem Samstag jedoch jährt sich ein Tag zum 50. Mal, der sich in die deutsche Nachkriegsgeschichte eingebrannt hat: In den Morgenstunden des 13. August 1961 beginnen die NVA-Soldaten der DDR die Sektorengrenze in Berlin abzuriegeln. Doch es kommt noch schlimmer: Bald werden die provisorischen Absperrungen durch Betonplatten und Hohlblocksteine ersetzt. Es entsteht die Berliner Mauer.

Die 155 Kilometer lange und vier Meter hohe Mauer symbolisiert fortan die Teilung Deutschland – 28 Jahre lang. Und es ist eine tödliche Grenze: Zwischen 1961 und 1989 kommen mindestens 136 Menschen durch das DDR-Grenzregime zu Tode, darunter 98 Flüchtlinge. Zudem sterben mindestens 251 Menschen vor, während oder nach der Kontrolle – meist infolge eines Herzinfarkts.

Erst nach 28 Jahren bringen die Menschen in der DDR die Mauer zu Fall: Es ist der Startschuss für die spätere Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands.

In unserer App-Ausgabe vom Wochenende (ab Freitagabend im AppStore) berichten wir in einem Themen-Spezial über den 50. Jahrestag des Mauerbaus. Darin finden Sie unter anderem:

– Die Geschichte des ersten Maueropfers Günter Litfin

– Ein Interview mit dem Sohn von Nikita Chruschtschow

– „Spurensuche am Todesstreifen“ – eine Reportage unserer Berlin-Reporterin Sabine Lennartz. Dazu eine Bildergalerie mit Doppel-Aufnahmen von neun Plätzen in Berlin, vor und nach dem Mauerfall

Literatur-Spezial: Schriftsteller in der DDR und aktuelle Bücher zum Mauerbau

– Mauerbau im Internet – Webseiten, Audio-Beiträge und Videos

 

Außerdem blicken wir in unsere Region und erzählen die Geschichten von Menschen, deren Leben die Mauer nachhaltig geprägt hat:

– Ein Ravensburger Journalist erinnert sich an seine Flucht in den Westen. Er war 17 Jahre alt

– Im VW Bus eines Friedrichshafeners flohen 19 Menschen aus dem Osten

– Ein Biberacher Ex-Fußballprofi erklärt, warum er in der DDR blieb

– Der langjährige SZ-Fotograf Rupert Leser dokumentiert Mauerbau und Mauerfall

– Einen Aalener trennte der Mauerbau von Freunden und Familie

– In Lindau protestierte vor 30 Jahren die Junge Union gegen die Berliner Mauer – und baute mitten in der Bodenseestadt eine Mauer auf

– Der Unrechtsstaat DDR riss Familien auseinander: zwei Beispiele aus dem Kreis Sigmaringen

 

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