Harald Schmidt mit Elvis-Show gefeiert

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Deutsche Presse-Agentur

Harald Schmidt ist an das Berliner Ensemble zurückgekehrt. Hausherr Claus Peymann gab die Bühne frei für die Elvis-Show des Entertainers.

Vor dem Hintergrund des gescheiterten Praktikums des Ex-Terroristen Christian Klar am einstigen Brecht-Theater am Schiffbauerdamm erging sich Schmidt in längere Betrachtungen über die Rote Armee Fraktion und über den „Deutschen Herbst“ 1977. Die Schauspielerin Angela Winkler, Protagonistin von Volker Schlöndorffs Film „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ über jene Zeit, saß am Freitagabend im Publikum, das die Show stürmisch feierte.

Schmidts Spektakel hatte im Oktober 2007 im Schauspielhaus Stuttgart Premiere und wurde auch schon im Fernsehen gezeigt. Jetzt gibt es einige wenige aktuelle Anspielungen, zum Beispiel auf die Oscar-Nominierung des Baader-Meinhof-Films. Schmidt plädiert auch für ein Projekt „RAF als Musical, am Broadway, aber mit dem Führer, ohne den schafft es das Musical sonst nicht in Amerika“. Und auch „Tom Cruise im Bendlerblock“ regte die Fantasie des Entertainers an, der in seiner Late-Night-Show im Fernsehen einen gespenstischen Auftritt als Hitler im Schneegestöber hatte. Er sieht mit Cruise als Stauffenberg auch „einen neuen Modetrend - Augenklappe statt Modepiercing“.

Natürlich kommen auch Elvis und seine Hits nicht zu kurz, also die Freude am Vergnügen, getreu der „Neujahrsansprache“ des Hausherrn am früheren Brecht-Theater. Darin beschwört Peymann seinen Glauben „an die Märchen auf der Bühne, an die Kindlichkeit und die Ironie, an das Lächeln und das Gelächter“.

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