Handy-Aufnahmen von Unfallopfern: Gaffer sollen härter bestraft werden

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Erklärvideo: So funktioniert die Rettungsgasse
Deutsche Presse-Agentur

Gaffer, die Rettungseinsätze stören, sollen nach dem Willen des Bundesrats härter bestraft werden. Die Länderkammer forderte den Bundestag am Freitag auf, strengere Gesetze gegen Schaulustige einzuführen.

Bisher seien lediglich lebende Personen davor geschützt, dass bloßstellende Fotos und Videos gemacht und verbreitet werden, heißt es in dem Beschluss. Das soll auf Tote ausgeweitet werden.

Immer wieder stören Gaffer am Unfallort

Bundestagsabgeordnete von Union und SPD äußerten sich zustimmend: Eine solche Änderung sei in dieser Legislaturperiode geplant.

Immer wieder werden Polizei, Feuerwehr und Ärzte gebremst, weil ihnen der Weg versperrt ist — von neugierigen Gaffern mit gezückten Handykameras. Bereits 2017 führte der Bundestag härtere Strafen ein: Seitdem gilt es als Straftat, bei Unglücksfällen vorsätzlich Einsatzkräfte zu behindern.

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