Großer Erfolg für „Ägyptische Helena“ in Berlin

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Deutsche Presse-Agentur

„Die Ägyptische Helena“, eine der selten gespielten Opern von Richard Strauss (1864-1949), ist mit stürmischem Applaus an der Deutschen Oper Berlin gefeiert worden und bescherte dem größten Opernhaus der Hauptstadt wieder einen unumstrittenen Premierenerfolg.

Zum Auftakt der Strauss-Wochen bejubelte das Publikum die Produktion des Schweizers Marco Arturo Marelli mit Ricarda Merbeth in der Titelrolle sowie das Orchester unter Andrew Litton.

Das griechische Drama über das Zerwürfnis zwischen Helena und Menelas nach einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal versetzt Marelli in die Zeit der Wende zum 20. Jahrhundert in ein europäisches Hotel in Ägypten. Den Schweizer interessiert dabei weniger der Mythos als der psychologische Zustand der Figuren.

Die Drehbühne ist in steter Bewegung, wechselt zwischen verschieden Räumen, die gleichzeitig auch die Phasen von Traum, Wahn und Wirklichkeit in der Geschichte andeuten. Zu großer Form laufen dabei Laura Aikin in der Rolle der Göttin Aithra auf, die in dem Streit der vom Trojanischen Krieg gezeichneten Eheleute vermittelt, sowie Ewa Wollak als die Alles-Wissende Muschel.

Weniger spektakulär erweisen sich die Männer. Robert Chafin als Menelas offenbart Unsicherheiten in den hohen Lagen, passt sich aber ohne Schwierigkeiten in den leisen Passagen der ausdrucksstarken Ricarda Merbeth an. Auch Morten Frank Larsen und Burkhard Ulrich als Helenas Nebenbuhler Altair und Da-ud halten stimmlich nur schwer mit den Frauen mit.

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