Gnadenfrist für „Barbie“-Rivalin „Bratz“

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Im erbitterten Urheberrechtsstreit mit „Barbie“-Hersteller Mattel bekommen die „Bratz“-Puppen des Konkurrenten MGA eine vorläufige Gnadenfrist.

Ein US-Richter verlängerte die Genehmigung zum Weiterverkauf der „Bratz“-Modepuppen laut US-Medien bis Jahresende. Andernfalls hätte der MGA-Konzern, der Großaktionär des deutschen Puppenherstellers Zapf ist, Produktion und Verkauf der „Bratz“-Modelle bereits im Februar stoppen müssen.

Bereits im vergangenen Sommer hatte ein Gericht zugunsten von Mattel entschieden, „Bratz“-Puppendesigner Carter Bryant habe die ersten Modelle entworfen und MGA angeboten, als er noch bei dem „Barbie“-Hersteller beschäftigt war. Somit seien sie geistiges Eigentum von Mattel.

Die neue Gnadenfrist gelte allerdings nur vorläufig, betonte der Richter am Mittwoch (Ortszeit) laut Medien. Er prüfe noch eine Forderung von Mattel, das Geschäft mit den „Bratz“-Puppen einem gerichtlich bestellten Kontrolleur zu unterstellen. Der Richter ordnete den Berichten nach zudem eine Prüfung der Finanzen von MGA Entertainment an.

Die „Bratz“-Puppen sind das wichtigste Geschäft von MGA und machen nach verschiedenen Schätzungen ein Drittel bis zur Hälfte des Umsatzes aus. Die großäugigen, frech aussehenden „Bratz“-Puppen kamen 2001 auf den Markt und wurden als Verkaufsrenner schnell zu Konkurrentinnen der klassischen „Barbie“. MGA ist größter Aktionär der deutschen Zapf Creation mit einem Anteil von zuletzt fast 50 Prozent.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen