Gemälde von Martin Eder in Dresden

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Deutsche Presse-Agentur

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigen in Kooperation mit der Galerie Eigen + Art Leipzig/Berlin erstmals nur Gemälde des Künstlers Martin Eder in einer Ausstellung.

Die Exposition mit dem Titel „Der dunkle Grund“ in der Kunsthalle im Lipsiusbau vereint bis zum 26. April gut 30 Werke, die in den vergangenen sieben Jahren entstanden. „Ich habe mich nur auf die Malerei konzentriert, die retrospektiv ist“, sagte Eder am Donnerstag in Dresden. Er gehört zu den erfolgreichsten Künstlern der jüngeren Generation in Deutschland und widmet sich auch der Fotografie und Installation.

Fünf der überwiegend großformatigen Arbeiten sind laut Eder „frisch aus dem Atelier“. Bei den anderen Bildern handele es sich um Leihgaben von Sammlern im In- und Ausland, sagte Galerist Gerd Harry Lybke. Eders in teils altmeisterlicher Malweise nach Fotografien komponierte Parallelwelten zieren plüschige Kätzchen und kokette nackte oder halbnackte Kindfrauen, kontrastiert vor dramatischem oder friedlich sanftem Hintergrund. Für ihn sei die Fotografie die Zuarbeit zur Malerei. „Fotografie bildet ab, Malerei ist ein additiver Prozess wie eine Batterie, in die man einzahlt mit Lebenszeit und Erfahrungen.“

Eder wurde 1968 in Augsburg geboren und studierte von 1996 bis 2001 an der Hochschule für bildende Künste Dresden, als Meisterschüler bei Eberhard Bosslet. Inzwischen lebt und arbeitet Eder in Berlin. Nach zahlreichen Ausstellungen in den USA wurde er 2004 auch in Deutschland bekannt, gilt auch als „Meister des schlechten Geschmacks“. Ein im Dumont Literatur und Kunst Verlag erschienener Katalog (320 Seiten, 29,95 Euro) stellt die bisher umfangreichste Monografie dar und könne als Gesamtverzeichnis von Eders malerischem Werk gelten, so die Kunstsammlungen. Aufgelistet sind gut 100 Bilder der Jahre 2003 bis 2008, die sich meist in Privatsammlungen in Berlin, London oder New York befinden.

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