Gefiederter Mini-Dinosaurier ausgegraben

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Chinesische Forscher haben die Überreste eines ungewöhnlichen, gefiederten Mini-Dinosauriers ausgegraben. Das nur etwa 70 Zentimeter lange Fossil ist zwischen 99 und 144 Millionen Jahre alt.

Es stammt aus einem ganz anderen Entwicklungszweig als die einzigen heute lebenden gefiederten Tiere, die Vögel. Dies werfe ein neues Licht auf die Entstehung der Federn, schreiben Hai-Lu You von der Chinesischen Akademie für Geologie und Kollegen im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 458, S. 333). Zu Ehren des chinesischen Philosophen Konfuzius tauften sie die bislang unbekannte Art auf den wissenschaftlichen Namen Tianyulong confuciusi.

Der Pflanzenfresser lebte in der frühen Kreidezeit, und der Fund belege erstmals, dass es auch in der Ordnung der Ornithischia Federn gab, schreiben die Chinesen. Die heute lebenden Vögel sind dagegen aus der entwicklungsgeschichtlich getrennten Ordnung der Saurischia entstanden. Möglicherweise hätten sich die Federn also schon vor mehr als 200 Millionen Jahren bei den gemeinsamen Vorfahren der beiden Ordnungen entwickelt.

Allerdings glich das vermutete Gefieder von Tianyulong confuciusi wohl eher einer Art Flaum als heutigen Vogelfedern. Die wesentlichen Federstrukturen sollen dabei aber schon vorhanden gewesen sein. Manche Fachleute halten es allerdings auch für möglich, dass es sich bei den in dem Fossil entdeckten Strukturen um Kollagenfasern handelt, die unterhalb der Haut lagen, statt um außenliegende Federn.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen