Forschung mit der Unterhose

Ein Monat danach: eine löchrige Unterhose.
Ein Monat danach: eine löchrige Unterhose. (Foto: Nicolas Zonvi/dpa)
Schwäbische Zeitung

Nie war Wissenschaft so wertvoll wie heute. Trotz des menschlichen Hangs zu Aberglaube und virologischer Gefahrenunterschätzung, stellt doch die Wissenschaft letzten Endes den einzigen Pfeiler der Sicherheit in diesen unsicheren Zeiten dar.

Und es ist schön zu hören, dass sich Forscher von der staatlichen Forschungsstelle Agroscope in der schönen Schweiz nicht scheuen, auch unkonventionelle Mittel der Analytik einzusetzen. Konkret: Baumwollunterhosen.

Diese alltägliche Intimbekleidung wird in der Eidgenossenschaft gerade eifrig von Bauern und Gärtnern in der Erde vergraben. Nicht etwa bei Vollmond oder Mitternacht, um durch dieses Ritual den lästigen Haarausfall zu stoppen oder um unangenehme Warzen loszuwerden. Die Beerdigung der Unterhose dient dem Zweck der Bodenanalyse.

Die Wissenschaftler glauben, dass sich die Qualität des Bodens am Höschen ablesen lässt. Je löchriger der Schlüpfer nach einem Monat ist, umso gesünder und gehaltvoller die Erde, aus der er exhumiert wurde.

Warum ausgerechnet Unterhosen und nicht Büstenhalter eingebuddelt werden, verrät die Nachricht leider nicht. Wahrscheinlich geht es darum, die darbende Textilindustrie zu unterstützen. Denn wenn sich neben dem naheliegenden Anziehen der Unterhose auch das Vergraben der selbigen durchsetzt, bedeutet das natürlich einen gesteigerten Umsatz. Das Projekt trägt übrigens den schönen Namen „Beweisstück Unterhose“. Womit subtil darauf hingewiesen wäre, dass evidenzbasierte Wissenschaft noch nie so wertvoll war wie heute.

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