Forscher wollen Evolution der Schnecken erkunden

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Deutsche Presse-Agentur

Haben sich Schnecken dem Klimawandel angepasst - und gibt es heute mehr gelbe Schneckenhäuser als früher? Diese und weitere Fragen wollen Biologen aus ganz Europa mit Hilfe von mehreren Tausend freiwilligen Helfern beantworten.

Zum 200. Geburtstag von Charles Darwin (1809-1882) am Donnerstag starten Forschungsinstitute und Organisationen aus ganz Europa ein entsprechendes Projekt, wie das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle berichtet.

Besonders häufig in der Natur anzutreffen sind die Schwarzmündige Bänderschnecke (Cepaea nemoralis) und die Weißmündige Bänderschnecke (Cepaea hortensis). Sie kommen in verschiedenen Lebensräumen zwischen Norwegen und Spanien vor, selbst in den Alpen in mehr als 1000 Meter Höhe. Ihre Gehäuse sind gelb, rot oder braun, haben bis zu fünf farbige Bänder und dienen dem Schutz und der Tarnung. Die Farbe des Schneckenhauses beeinflusst den Angaben zufolge auch die Temperatur der Schnecke. Die Zahl der Bänder und die farbliche Anpassung der Schnecken an Lebensraum und Klima seien ein Beispiel für Evolution.

An dem Projekt kann jeder mitmachen, der Schnecken sucht, die wichtigsten Merkmale wie Farbe, Anzahl der Bänder und Fundort aufschreibt und auf der Internetseite „www.evolutionmegalab.org“ einträgt. Damit soll ein europaweites Bild erstellt werden, das die Evolution nachvollziehbar macht, wie die Organisatoren mitteilten. An dem Projekt sind auch das Museum für Naturkunde in Berlin und der Naturschutzbund (NABU) beteiligt.

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