Forscher warnt vor Verunsicherung der Wissenschaft

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Deutsche Presse-Agentur

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Verlängerung und Aufstockung des Bund-Länder-Pakets zur Stärkung der Forschung und zum Ausbau der Studienplätze gefordert.

„Die Erwartungen in der Wissenschaft und den Hochschulen sind sehr hoch“, sagte DFG-Präsident Matthias Kleiner am Samstag der Deutschen Presse- Agentur dpa in Berlin. Vorentscheidungen werden von den Wissenschaftsministern von Bund und Ländern bei der Sitzung der Wissenschaftskonferenz an diesem Montag in Berlin erwartet.

Die Minister sollten entscheidungsfähige Vorlagen für die Ministerpräsidentenkonferenz am 4. Juni liefern, sagte Kleiner. Sowohl die Exzellenzinitiative als auch der Pakt für Forschung und Innovation und der Hochschulpakt müssten verlängert und finanziell besser ausgestattet werden. „Das ist ein Gesamtpaket, um das Wissenschaftssystem weiter zu bringen“, sagte Kleiner. Die geplante Förderung hunderttausender zusätzlicher Studienplätze dürfe nicht aus finanziellen Gründen gegen die Stärkung der Forschung ausgespielt werden.

So habe die Exzellenzinitiative den Hochschulen bislang 326 neue Professuren, 3730 neue Nachwuchswissenschaftler und 150 Mitarbeiter im Wissenschaftsmanagement gebracht. „Wir sehen jetzt die Erfolge“, sagte Kleiner. Die Hochschulen hätten viele Spitzenleute aus dem Ausland sowie Frauen in Forschung und Lehrer hinzugewonnen. Kleiner warnte vor Unsicherheit. Ohne konsequente politische Beschlüsse fürchte er: „Die Besten gehen zuerst.“

Das 1,9-Milliarden-Euro-Volumen der Exzellenzinitiative müsse um 30 Prozent aufgestockt werden, da auch neue Projekte gefördert werden sollten, forderte Kleiner. Beim Pakt für Innovation und Forschung, durch den DFG, Max-Planck-Gesellschaft und andere von 2005 bis 2010 jährlich drei Prozent mehr Mittel von Bund und Ländern erhalten, forderte Kleiner eine Aufstockung auf jährlich fünf Prozent mehr.

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