Forscher: Polarmeere sind keine "Todeszonen"

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Die Polarmeere sind keine eiskalten Todeszonen, sondern voller Leben. Forscher des internationalen Projektes „Census of Marine Life“ entdeckten in der Antarktis bis heute etwa 7500 Arten, in der Arktis 5500.

„Die Polarmeere sind alles andere als eine biologische Wüste, in ihnen strotzt es vor Leben der unterschiedlichsten Formen“, sagte Ian Poiner, Vorsitzender des wissenschaftlichen Ausschusses für die „Unterwasser-Volkszählung“. Dazu gehörten Hunderte bislang unbekannte Arten wie Krebse, Schnecken, Tintenfische, Seesterne, Seeigel und Seegurken, dazu natürlich auch winzige Planktonorganismen.

An der im Jahr 2000 gestarteten Zählung beteiligen sich mehrere tausend Wissenschaftler weltweit. Bis zum Jahr 2010 wollen sie die bislang umfangreichste Bestandsaufnahme des Lebens im Meer fertigstellen.

Auch dann wird lange nicht alles Leben im Meer erfasst sein: Jede Probe aus der Tiefsee bestehe darzeit zu 50 bis 90 Prozent aus neuen Arten, sagte die Meeresbiologin Brigitte Ebbe vom Forschungsinstitut Senckenberg.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen