Film mit Mel Gibson sorgt in Venedig für Kontroverse

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75. Filmfestspiele in Venedig
Regisseur S. Craig Zahler (2.v.l) stellt mit den Schauspielern Vince Vaughn (l-r), Tory Kittles und Michael Jai White den Film „Dragged Across Concrete“ in Venedig vor. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Film „Dragged Across Concrete“ mit Mel Gibson und Vince Vaughn hat beim Filmfestival Venedig für eine Kontroverse gesorgt.

Das Actiondrama erzählt von zwei Polizisten, die nach einem brutalen Einsatz suspendiert werden und dann auf eigene Faust in der Unterwelt ermitteln. Dabei sind fast alle Mexikaner und Afro-Amerikaner kriminell, während die weißen Männer, die wie die beiden Polizisten gegen das Böse kämpfen, Geldsorgen haben und ihre Familien nicht angemessen unterstützen können.

Mehr als zweieinhalb Stunden dauert der Film von Regisseur S. Craig Zahler, der in Venedig am Montag außer Konkurrenz gezeigt wurde. Eine junge weiße Frau wird darin von Schwarzen angegriffen und es wird gegen die Medien ausgeteilt, gegen Schwule, selbst gegen Bioläden - nach einer ersten Vorführung gab es Buh-Rufe.

Zum Filmfest kam Gibson nun nicht, dafür stellten Vince Vaughn (48, „Hacksaw Ridge“) und Regisseur Zahler das Werk persönlich vor. „Ich schreibe, was mir gefällt“, sagte Zahler, der hier auch Drehbuchautor war. Mögliche Reaktionen seien ihm egal. „20 Prozent werden denken, dass das beleidigend ist...das ist in Ordnung.“ Einige Witze seien vielleicht nicht politisch korrekt und einige Menschen würden ihn dafür vielleicht hassen. Er hoffe jedenfalls, dass sein Film so erfolgreich werde, dass er den nächsten machen könne.

Der zweifache Oscarpreisträger Mel Gibson (62, „Braveheart“) ist seit einigen Jahren umstritten. Er soll sich fremden- und homosexuellenfeindlich geäußert haben. Auch wegen seiner Filme geriet er wiederholt in die Kritik. „Die Passion Christi“ (2004) sei antisemitisch, fanden viele. In „Hacksaw Ridge“ wiederum, bei dem Gibson ebenfalls Regie führte, stieß vielen die stark christliche Botschaft auf.

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