Ex-Leichtathletik-Star Lobinger bekommt wegen Krankheit keinen Handy-Vertrag

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Tim Lobinger
Der frühere Stabhochsprung-Star Tim Lobinger (hier im Jahr 2014) hat einen schweren Rückfall im Kampf gegen den Krebs erlitten. (Foto: Jan Woitas / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Der frühere Stabhochspringer Tim Lobinger hat wegen seines Gesundheitszustands nach eigenen Angaben keinen neuen Handyvertrag bekommen. Als er kürzlich ein gutes Angebot mit der Mindestlaufzeit von 24 Monaten gesehen habe, sei seine Anfrage abgelehnt worden, sagte Lobinger der neuen Ausgabe des Magazins „Bunte“: „Mit der Begründung, ich könne die Mindestlaufzeit aufgrund meiner Erkrankung ja wohl nicht erfüllen.“

Er habe kein Problem, offen über seine Erkrankung zu sprechen. Diese gehöre zu seinem Leben und er versuche, jeden Tag positiv damit zu leben. „Aber die Sache mit dem Handyvertrag fand ich schon krass“, sagte der 46-Jährige. Lobinger leidet seit März 2017 an akuter Leukämie. Er hat fünf Chemotherapien, eine Stammzellentransplantation und Bestrahlungen hinter sich.

 „Ich will diesen Kampf gewinnen“

Trotz der schweren Krankheit denkt Lobinger nicht ans Aufgeben: „Ich will diesen Kampf gewinnen. Natürlich weine ich mal oder liege nachts wach, weil ich mir Sorgen um die Familie mache.“ Sein großer Sohn habe im Sommer das Abitur gemacht und die Tochter arbeite als Unternehmensberaterin. Sein zweiter Sohn, der drei Jahre ist, wisse, dass der Vater krank sei. „Natürlich möchte ich auch seine Einschulung miterleben“, sagte Lobinger.

Im März 2017 war bei dem Hallen-Weltmeister von 2003, der 1997 als erster deutscher Stabhochspringer über sechs Meter hoch gesprungen war, Leukämie diagnostiziert worden. Seitdem musste er fünf Chemotherapien, eine Stammzellentransplantation und Bestrahlungen über sich ergehen lassen. Zeitweise schien der Krebs besiegt, doch im Januar 2018 erfolgte ein Rückschlag, als seine Ärzte erneut Krebszellen entdeckten. Lobinger kämpfte und zeigte sich in TV-Shows, um über sein Buch „Verlieren ist keine Option. Mein Kampf gegen den Krebs“ zu sprechen.

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