Erneut Warnstreiks bei EDS - Tarifvertrag gefordert

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Deutsche Presse-Agentur

Mit mehrstündigen Warnstreiks wollen heute mehrere hundert Beschäftigte des Computerunternehmens EDS einen Haustarifvertrag durchsetzen.

Zu der Protestaktion haben die Gewerkschaften IG Metall und ver.di die Beschäftigten an allen 18 Standorten des Unternehmens in Deutschland aufgerufen. Vor der Deutschland-Zentrale des Mutterkonzerns Hewlett Packard (HP) in Böblingen ist um 12.00 Uhr eine große Kundgebung geplant.

Die Beschäftigten verlangen Tarifverträge zu Gehalt, Arbeitsbedingungen und Beschäftigungssicherung. Bereits vor zwei Wochen hatten sich mehrere hundert Beschäftigte des IT-Dienstleisters an Warnstreiks beteiligt.

Die neue EDS-Mutter HP hatte nach der Übernahme im vergangenen Jahr angekündigt, im Rahmen eines weltweiten Restrukturierungsprogramms in Deutschland von bundesweit etwa 4200 EDS-Arbeitsplätzen 1150 streichen zu wollen. Standortschließungen sind in Ludwigsburg, Leuna, Wuppertal, Essen und Köln geplant.

EDS war 1962 im US-Staat Texas von dem späteren Präsidentschaftskandidaten Ross Perot gegründet worden. Nach zwölf Jahren unter dem Dach von General Motors wurde das Unternehmen 1996 wieder selbstständig. Im vergangenen Jahr wurde es vom weltgrößten Computerhersteller HP übernommen. Der deutsche Hauptsitz befindet sich in Düsseldorf.

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