Entdecke die Mandy in dir

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Entdecke die Mandy in dir
Stardesignerin Agnes van Beuyten (Nadja Auermann) hilft Mandy Mutschke (Anna Fischer) beim Karrierestart. (Foto: Britta Kehl/Sat.1 / DPA)
Klaus Braeuer

Die Welt der Mode ist gerade für viele Mädchen und junge Frauen immer noch eine ganz besondere. Doch wie eiskalt es in dieser Branche zugeht zeigt nun ein Fernsehfilm mit dem schönen Titel „Entdecke die Mandy in dir“. Er ist heute (20.15 Uhr) bei Sat.1 zu sehen.

Mandy Mutschke (Anna Fischer) stammt aus einem Plattenbau in Berlin. Und dort im elften Stock gibt es keine Träume - so sagt sie es selbst zu Beginn des Filmes. Sie hat sich abgerackert und herumschubsen lassen - doch mit 18 bekommt sie in New York die große Chance: Ihre Chefin, die Stardesignerin Agnes van Beuyten (Nadja Auermann), hilft ihr beim Karrierestart.

Bis Mandy - die sich jetzt Mia Milana nennt - bei einer großen Modenschau in Berlin endlich ihre eigene Kollektion zeigen und das Kleid tragen kann, das ihre mittlerweile verstorbene Mutter nie in der Öffentlichkeit trug. Doch dann wird sie von Agnes eiskalt abserviert und kehrt reumütig nach Hause zurück. Ihre kettenrauchende Oma Sylvie (Gritta Schweighöfer) nimmt sie wieder auf im Plattenbau. Und dann ist da auch noch ihr Dauer-Verlobter Leo (Steve Windolf), den sie nach fünf Jahren von einem Tag auf den anderen sitzen ließ.

Anna Fischer (31, „Harter Brocken“, Das Erste) spielt ihre Rolle - trotz haarsträubend naiver Story - überzeugend. Gegenüber Sat.1 antwortet sie auf die Frage, ob sie jemals in ihrem Leben von vorne anfangen musste: „Man fängt nie von vorne an! Jede Erfahrung bereichert mich und lässt Platz für so viel mehr. Negative, genauso wie positive Erlebnisse sind wichtig, sonst wäre es doch langweilig. Ich musste aber auch feststellen, dass gewisse Dinge ab und an außerhalb meiner Macht stehen und ich sie nicht beeinflussen kann, so sehr ich es mir auch wünschen würde.“

Die Modewelt ist offenbar ein großes Haifischbecken. Nadja Auermann (47) hat es als Top-Model nach ganz oben geschafft. Als Schauspielerin ist sie nicht gerade bekannt - in Erinnerung ist da lediglich ihr Film „Dornröschens leiser Tod“ (2003, ZDF). Da war sie um Längen besser als hier, wo sie als berechnende Stardesignerin kaum überzeugen kann - immerhin vermag sie ihren Film-Hofstaat bei Laune zu halten.

Anna Fischer zeigt Mandy erst als freche Göre, dann als junge Frau mit einer entwaffnenden Fröhlichkeit, die sich für nichts zu schade ist und am Ende doch bei ihren Leisten bleibt. So stellt sie sich auch in Omas Imbissbude und holt ihre alte Nähmaschine heraus, mit der sie schließlich ihre eigene Kollektion näht. Und siehe da: Sogar in der Modebranche scheint es manchmal ein geradezu märchenhaftes Ende zu geben.

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