Ein Pfarrer als Detektiv: „Die Vergebung der Sünden“

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Deutsche Presse-Agentur

Sidney Chambers, Pfarrer in einem beschaulichen englischen Örtchen, hat das für seinen Beruf nicht immer vorteilhafte Talent, auf Verbrechen zu stoßen. Etwa als ein Mann um Kirchenasyl bittet, weil er überzeugt ist, seine Frau ermordet zu haben.

Ein andermal ist er auf eine Jagdgesellschaft eingeladen, bei der es prompt einen Toten gibt. Besonders pikant wird es, als ein Pianist von seinem eigenen Klavier erschlagen wird und offenbar ein geschickter Mordanschlag vorliegt.

Dank der Hilfe seines Freundes, Inspector Keating, und nicht zuletzt seiner tatkräftigen Frau Hildegard kommt Sidney immer wieder der Wahrheit auf die Spur. James Runcies „Die Vergebung der Sünden“ ist eine Sammlung von Kurzkrimis mit einem Pfarrer als Detektiv, die in den 1960er Jahren angesiedelt sind. Die Idee ist nicht neu, aber kurzweilig und der Umgebung gemäß in einem ruhigen Erzählfluss inszeniert.

Als Sohn des ehemaligen Erzbischofs von Canterbury kennt Runcie die Strukturen der Kirche und flicht seine Insider-Kenntnisse geschickt in die Handlung ein.

- James Runcie: Die Vergebung der Sünden, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 368 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-455-00548-6.

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