Ein heikler Auftrag: „Den Himmel finden“

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Deutsche Presse-Agentur

Der Italiener Erri de Luca ist als Schriftsteller eine Ausnahmeerscheinung. Der heute 68-Jährige begann erst sehr spät, nämlich mit etwa 40 Jahren, mit dem Schreiben. Zuvor hatte er unter anderem als Kraftfahrer, Lagerist oder Maurer gearbeitet.

Obwohl de Lucas Bücher alles andere als Mainstream sind, gehört er zu den erfolgreichsten Autoren seines Landes. Auch sein neues Buch „Den Himmel finden“ ist gegen den Strich gebürstet. Im Mittelpunkt der Erzählung steht ein ehemaliger Bergmann, der sich nun mit Ende 50 etwas Geld als Bildhauer verdient. Eines Tages bekommt er einen heiklen Auftrag von der katholischen Kirche: Er soll eine Christusstatue, deren Geschlecht in Nachhinein mit einem Lendenschurz verhüllt wurde, wieder in ihren ursprünglichen nackten Zustand zurückversetzen.

Der Auftrag wirft für ihn nicht nur handwerkliche Probleme auf, er stellt sich plötzlich auch ganz neue religiöse Fragen. Wer leise, stimmungsvolle Bücher liebt, der wird von dieser kleinen spirituellen Erzählung angetan sein.

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