Ehepaar wandert bestens ausgerüstet, aber im falschen Tal - Bergretter werden aktiv

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Schwäbische Zeitung

Eigentlich war das deutsche Ehepaar bestens ausgerüstet, als es am Samstagmorgen zu einer Skitour im Montafon aufbrach. Die beiden 53 und 41 Jahre alten Personen hatten nach Polizeiangaben geplant, mit Tourenski von Latschau durch das Gauertal zur Lindauer Hütte aufzusteigen, um dort zu übernachten.

In absturzgefährdetem Gelände wählten beide den Notruf

Das Navi leitete sie jedoch nicht zum geplanten Ausgangspunkt Latschau sondern nach Grabs, heißt es in der Polizeimeldung. Im Glauben, im Gauertal unterwegs zu sein und das Ziel, die Lindauer Hütte in 1,5 Stunden zu erreichen, stiegen sie auf dem Sommerweg über die Alpe Alpila zur Alpe Tobel auf und versuchen über den Bilkengrat zur Lindauer Hütte zu gelangen.

Doch das konnte nicht funktionieren. Da das Ehepaar schließlich die Gehzeit überschritten hatte, sich im absturzgefährdeten Gelände befand und die Dunkelheit einsetzte, setzten beide um 18.40 Uhr einen Notruf ab.

Acht Bergretter der Ortstelle Schruns-Tschagguns konnten das Ehepaar um 23.30 Uhr in steilem Gelände auf einer Höhe von ca 1800 Metern unverletzt finden und zur Alpe Alpila nach Grabs führen.

Das Ehepaar war gut ausgestattet. Es hatte eine neue Schitourenausrüstung mit Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel, Sonde, Zelt und Proviant bei sich.

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