Duell der Alphatiere: Bohlen vs. Gottschalk

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Deutsche Presse-Agentur

Wer zu Thomas Gottschalk geladen ist, aus dem ist schon etwas geworden.

Wer bei Dieter Bohlen vorspricht oder singt, der hofft erst auf seine Karriere - sowohl das ZDF-Aushängeschild „Wetten, dass..?“ mit Show-Altmeister Gottschalk (58) als auch die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) mit Chefjuror Bohlen (55) haben ein großes Stammpublikum. An diesem Samstag (20.15 Uhr) prallen beide Shows wieder einmal aufeinander. Ein zweites Aufeinandertreffen wird es drei Wochen später treffen, wenn das ZDF seine letzte „Wetten, dass..?“-Ausgabe im ersten Halbjahr ausstrahlt.

„Wetten, dass..?“ wird in der Regel von rund zehn Millionen Zuschauern, „DSDS“ von knapp sechs Millionen geguckt. Beide Shows werden sich an diesem Samstag und in drei Wochen Publikum wegnehmen, aber vermutlich nicht in sonderlich starkem Ausmaß. Gottschalk wird vornehmlich von älteren Zuschauern konsumiert, bei Bohlens Schmähkritik an den Auftritten seiner Nachwuchskünstler sitzen überwiegend jüngere Leute vor den Bildschirmen. Sie sind für RTL aus wirtschaftlichen Gründen wichtig: wegen der Werbeeinnahmen und wegen der kostenpflichtigen Anrufe bei den Telefon-Abstimmungen.

Die RTL-Suche nach dem sechsten „Superstar“ in der Sendergeschichte tritt allmählich in die entscheidende Phase. An diesem Samstag streiten die letzten 15 verbliebenen Kandidaten um den Einzug in die so genannten Mottoshows, die mit nur noch zehn Bewerbern eine Woche später starten. Dann muss von Woche zu Woche jedes Mal ein Kandidat den Heimweg antreten. Im Finale singen die letzten drei um den Titel. Bislang siegten vier Männer und lediglich eine Frau in dem Castingwettbewerb.

Bohlen ist froh, dass unter den letzten 15 Kandidaten einige „schräge Vögel“ sind, wie er der Illustrierten „Bunte“ sagte. „Ich habe mittlerweile eine Aversion gegen diese stromlinienförmigen Menschen, die austauschbar sind und bei denen nichts rüberkommt.“ Außenseiter kämpften ganz anders und weckten dadurch viele Emotionen. „Es ist bei Künstlern oft so, dass es einen Split in ihrer Persönlichkeit gibt. Wenn man sich Joe Cocker oder Tina Turner ansieht: In deren Leben gibt es sehr viele Brüche. Da ist nicht alles wie auf dem Reißbrett geplant.“

Wenn parallel Thomas Gottschalk zu „Wetten, dass..?“ einlädt, unternimmt Ex-Tennisspieler Boris Becker einen erneuten Anlauf auf die Wettcouch. Dieses Mal wird der 41-Jährige mit seiner Partnerin Lilly Kerssenberg (30) in Düsseldorf erscheinen. Ursprünglich war Becker mit seiner damaligen Freundin Sandy Meyer-Wölden am 8. November bei Gottschalk eingeladen und wollte dort den Hochzeitstermin verkünden. Stattdessen kam das Liebes-Aus der Beiden - und der Tennis-Star sagte den gemeinsamen Auftritt kurzfristig ab.

Becker zählt laut ZDF zu Gottschalks häufigsten Gästen: Er war bereits sechs Mal bei „Wetten, dass..?“, zuletzt am 10. November 2007. Weiter werden in der 180. Ausgabe des ZDF-Dauerbrenners unter anderem der frisch gekürte Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank („Spielzeugland“) sowie, die Schauspieler Heike Makatsch, Jennifer Aniston, Owen Wilson, Andrea Sawatzki und Heino Ferch erwartet. Für die Außenwette wird eine Start- und Landebahn des Düsseldorfer Flughafens in Beschlag genommen. Die Übertragung ist laut ZDF mit der Deutschen Flugsicherung abgestimmt - Auswirkungen auf den Flugverkehr soll es daher nicht geben.

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