Doch kein 10-Dollar-Laptop aus Indien

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Deutsche Presse-Agentur

Nach Spekulationen über die Vorstellung eines neuen Billig-Laptops in Indien hat die Regierung im Rahmen einer Bildungsoffensive nun ein preiswertes Gerät für den Internet-Zugang präsentiert.

Wie die Zeitung „The Hindu“ am Mittwoch berichtete, enthüllte Bildungsminister Arjun Singh am Vortag den Prototypen eines „radikal billigen Computer- und Zugangsgerätes“, mit dem künftig Schüler und Studenten landesweit auf das Internet zugreifen sollen. Ziel sei es, virtuelle Bildungsangebote über das Internet zu vermitteln sowie Schulen und Universitäten zu vernetzen.

Das Gerät sieht aus wie ein herkömmliches Telefonmodem. Es ist etwa 25 Zentimeter lang und 15 Zentimeter breit. Ein Monitor sowie Maus und Tastatur müssen noch angeschlossen werden. Ohne Zubehör soll das Gerät zwischen „20 und 30 Dollar“ (15 und 23 Euro) kosten. Der ursprünglich angestrebte Preis von 10 Dollar sei nicht zu realisieren gewesen, zitierte „The Hindu“ einen Sprecher des Bildungsministeriums.

Verschiedene Medien hatten zunächst darüber berichtet, dass die indische Regierung im Rahmen des Programms „Bildung durch Informations- und Kommunikationstechnologien“ einen nur etwa zehn Dollar teuren Laptop vorstellen wolle. Computerexperten hatten das jedoch als finanziell unrealistisch eingestuft. Bereits 2005 hatte die Stiftung „Ein Laptop Pro Kind“ (OLPC) den Prototyp eines „100-Dollar-Laptops“ vorgestellt. Die Produktionskosten für den Computer mussten jedoch auf knapp 200 Dollar korrigiert werden.

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